WOHOFSKY Journalist

Makes the new world come true.

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Rezensionen

Spurwechsel

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Spurwechsel - Jetzt mach ich es!

 

"Mit der NOTIZBUCH-STRATEGIE finden Sie die Lösung", verspricht der Autor Oliver Groß im Untertitel. Ein herzerfrischendes Buch, das den Weg zur Selbstveränderung aufzeigt. In vier Schritten erhält man das Handwerkszeug zu mehr Effizienz im Leben: Grundsätzliches will am Beginn notiert werden um Klarheit in die eigenen Wünsche zu bringen. Dann folgt die Ordnung ins Tatsächliche, was die Stärken bewusst macht. Das Erforderliche zeigt, was zur Verwirklichung der Wünsche benötigt wird. Und am Ende bearbeitet man das Mögliche, also was auch umgesetzt werden kann.

Einfache Reflexionsfragen und Beispiele aus der Praxis sind einen wertvolle Hilfe - die "Notizbuch-Stratgie" hilft Unwesentliches vom Wesentlichen zu trennen und sich auf die Erreichung des Zieles zu konzentrieren. Das Buch ist auch bestens zur Lösung großer Probleme geeignet - und am besten kauft man sich gleich ein Notizbuch dazu.

 

Der 1959 geborene Oliver Groß bezeichnet sich als Rhetor, Autor und Publizist. Er war mit 22 Jahren schon Mitglied der Geschäftsleitung eines mittelständischen Unternehmens, und studierte nebenbei Kommunikationspsychologie und Philosophie. Schon damals arbeitete er mit Notizbüchern. Seine Methode ist damit Praxiserprobt.

 

Oliver Groß: Spurwechsel - Jetzt mach ich es! Mit der NOTIZBUCH-STRATEGIE finden Sie die Lösung. Business Village 2009. 170 Seiten, broschiert.

Quelle Cover: www.amazon.de

 

Diese Rezension ist in der WEGE 1/2010 erschienen: www.wege.at  und in "Die Wirtschaft", Dezember 2009: www.die-wirtschaft.at

 

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Kooperation statt Konkurrenz

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Kooperation statt Konkurrenz

 

Christian Felber bringt es auf den Punkt: Die Ursachen der Finanzkrise liegen an einem Zuviel an Geld (das seine Funktion als Tauschmittel längst verloren hat) und dem Kapitalismus an sich. Letzterer untergräbt die Demokratie, und dem Gewinn wird alles geopfert: die Grundversorgung, das Gesundheitswesen und die Bildung. Felber fordert mehr demokratische Beteiligung und Eigeninitiative und bietet 10 Schritte aus der Krise - darunter regionale Versorgung, Nachbarschaftsnetzwerke, Kooperationen, fleischarme Ernährung und Fairtrade. Die Gesellschaft muss neu gebaut und überparteilich organisiert werden. Das Buch erklärt Wirtschaft kompakt und einfach - und lässt Hoffnung auf eine demokratische Zukunft aufkeimen.

 

Christian Felber ist Publizist und Lektor an der Wirtschaftsuniversität Wien. Er ist Mitbegründer von ATTAC Österreich und mitreißender Vortragender zu den Gründen und Lösungsansätzen der Wirtschaftskrise. Felber ist auch Autor der Bücher "Vorschläge für eine gerechtere Welt" (2006) und "Neue Werte für die Wirtschaft" (2008).

 

Christian Felber: Kooperation statt Konkurrenz. 10 Schritte aus der Krise. Deuticke 2009. 144 Seiten, Klappenbroschur.

 

Die Rezension ist in der WEGE 1/2010 erschienen. Siehe dazu auch www.wege.at

Quelle Cover: www.amazon.de

 

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Mythen der Krise

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Mythen der Krise

Die Autoren des Beirat für gesellschafts-, wirtschafts- und umweltpolitische Alternativen (BEIGEWUM) gehen mit den gängigen Aussagen zur Wirtschaftskrise hart ins Gericht. Wer trägt die Schuld? Ist es der überzogene Lebensstil der Amerikaner? War es die Gier der Manager? Kommt gar die Hyperinflation? Das Autorenkollektiv räumt mit den von der Politik propagierten Aussagen auf. Vielmehr tragen die Vermögenden einen großen Anteil an der weltweiten Pleite. Sie waren es, die aufgrund der Börsenralley mit Unsummen profitiert haben. So gelte es jetzt das Verursacherprinzip durchzusetzen und die Vermögen zu besteuern. Schließlich werde die Umverteilungsdebatte während der Wirtschaftskrise weiter an Bedeutung gewinnen. Denn der Satz, alle müssten jetzt den Gürtel enger schnallen, sei so ein Mythos, der die Vermögenden und ihre Gewinne schützt.

 

Dazu kommt noch die ökologische Zerstörung des Planeten, sodass die gängigen Aussagen der Eliten, das Klima könne warten, "business as usual", nicht gelten. Auch die technischen Fortschritte würden vom komplexen ökologischen Problem ablenken und das Bild vermitteln, man hätte die Situation in der Hand. Drastisch der Satz gegen Ende des Buches: "Globale Eliten versuchen jeweils die Krise und deren Gefahren im Sinne eigener Interessen als "Chance" zu nutzen und sich damit neue Möglichkeiten und Geschäftsfelder zu eröffnen." Die Autoren bezeichnen diese Haltung als "strukturkonservativ", was den nötigen Strukturwandel nur verhindert.

Ein ernüchterndes Buch, das diejenigen entlarvt, die kein Interesse an einer sozialökologischen und ökonomisch nachhaltigen Lösung der Wirtschaftskrise haben. Ein Einblick in Geschäftspraktiken, welche ausschließlich Gewinnmaximierung verfolgen. BEIGEWUM ist eine Gruppe von Sozialwissenschaftlern, die in wechselnder Besetzung seit 1985 kritische Forschungsergebnisse in die öffentliche Debatte einbringen.

 

BEIGEWUM/Attac (Hrsg): Mythen der Krise. Einsprüche gegen falsche Lehren aus dem großen Crash. Hamburg: VSA Verlag 2010. 126 Seiten, broschiert.

 

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Wie der Nil...

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Wie der Nil in der Wüste

Ein Wortbild, das am besten die Umverteilung des Geldes von armen Menschen zu immer reicher werdenden Vermögenden beschreibt. Wozniewski zeigt anhand von Beispielen, wie eine anfangs gleiche Menge Geldes durch kapitalistische Wirtschaftsform innerhalb von vier Jahrzehnten zu rund zehn Prozent der Bevölkerung wandert. Das geht auf Kosten der Masse, sodass ein Mittelstand heute in Wirklichkeit nicht mehr existiert. Der Autor vergleicht diesen Vorgang mit dem Spiel Monopoly. Hat man einmal die Schlossstraße und das Parkhotel erstanden, kann man gar nicht mehr anders, als reich zu werden. Das Geld vermehrt sich auch ohne produktiver körperlicher Arbeit. Wie das Spiel selbst endet somit kapitalistisches Wirtschaften im Konkurs der Masse zugunsten einer Handvoll Profiteure. Der Crash ist also vorprogrammiert. Nicht die Basisinnovationen der Kondratieffzyklen sind also Auslöser eines neuen Wirtschaftswachstums, sondern der (natürliche) zyklische Zusammenbruch des Nils. Die Lösung bietet Wozniewski, indem man Regeln dem kapitalistischen Wirtschaften auferlegt. Man könne das mit dem Spiel Monopoly ebenfalls im Kleinen probieren: Man lege einfach eine Obergrenze des Vermögens der Spieler fest. Was drüber hinaus eingenommen wird, muss den anderen Spielern verfügbar gemacht werden. Das "Dumme" daran ist, dass man dann unendlich lange spielen kann, ohne dass es Verlierer und Gewinner gibt.

Der 1959 geborene Autor ist selbständiger Rechtsanwalt für Bank-, Kapital- und Insolvenzrecht. Er sagt, dass die Zeichen auf Sturm für den Wirtschaftsliberalismus stehen und wir "Gefangene unseres Denkens" sind. Selbst Kleinkredite würden ebenfalls nur das feudale System aufrecht erhalten. Wozniewski bezeichnet diesen modernen Feudalismus als "Meudalismus". Ein Buch, das auf packende Weise die Mechanismen einer ungeregelten Finanzwirtschaft offen legt. Wer sich immer schon die Frage gestellt hat, warum das Geld einfach nicht reicht, obwohl so viel Geld wie nie zuvor in Umlauf ist, darf sich von diesem Buch desillusionieren lassen.

 

Harald Wozniewski: Wie der Nil in der Wüste. Der moderne Feudalismus in Deutschland - Meudalismus. Eine gesellschaftskritische Studie.  BoD 2007, 208 Seiten, broschiert.

Harald Wozniewski: Wie der Nil in de Wüste. Der moderne Feudalismus in Deutschland - Meudalismus (Ergänzungsband 2009). BoD 2009, 77 Seiten, broschiert. [Der Ergänzungsband ist nur nach Lektüre des ersten Buches verständlich und geht auf die Wirtschaftskrise näher ein.]

 

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