Marktbeobachtung und Marketing Controlling sind wesentliche Tätigkeiten für ein strategisch ausgerichtetes Marketing. Beide Disziplinen liefern wichtige Daten zur Optimierung der Marketingmaßnahmen. Und beide machen Trends und Erfolge sichtbar.

Das problem bei der Marktbeobachtung

Viele kleinere Unternehmer behaupten frei aus sich heraus, sie wüssten, wie sich ihr Markt verhält. Sie wüssten, wohin der Trend zeigt. Doch wir neigen alle dazu, nur das sehen zu wollen, was uns ins Konzept passt. So verhält es sich nämlich, wenn wir eine bestimmte Automarke im Visier haben, dann sehen wir nur diese auf der Straße. Wenn wir Eltern werden, nehmen wir die Babies um uns herum wahr. Und wenn wir Urlaub in Kroatien planen, fallen uns die Kroatien-Angebote auf. Genauso verhält es sich mit der eigenen, subjektiven Marktbeobachtung. Wir sehen einfach die Bäume vor lauter Wald nicht und konzentrieren uns auf den Tunnelblick. Und den interpretieren wir für uns um, und sagen, wir kennen uns eh aus, haben eh den Überblick.

Darüber hinaus nimmt das Alltagsgeschäft den Großteil der Zeit in Anspruch. Und justament zur wichtigsten Fachmesse überhaupt, muss man einen Auftrag fertigstellen oder sich mit einem wichtigen Kunden treffen. Was wird gestrichen? Der Besuch der Fachmesse natürlich. Schließlich ist einem der Kunde, oder der wichtige Auftrag näher, als Zeit auf einer Messe zu verbringen.

Wie lösen die Unternehmen das Zeitproblem und den Tunnelblick?

Ich kenne viele Unternehmen, die dieses Problem mit der fehlenden Zeit für eine Fachmesse damit lösen, diese einfach nicht zu besuchen. Sie schicken auch keine ihrer Mitarbeiter dorthin, mit dem Auftrag, die Informationen einzusammeln. Schon gar nicht scheint man auf die Idee zu kommen, die Marketingverantwortlichen mit einem Fachmesse-Besuch zur Trendrecherche zu betrauen. Wenn der Chef nicht selbst diese besucht, hat keiner sie zu besuchen, so ein häufiges Motto.

Dieses Verhalten stellt jedoch einen schweren Fehler dar, der den Tunnelblick nur noch weiter verstärkt. Denn, solange die Unternehmensinhaber eine Messe nur besuchen, um dort Kollegen zu treffen, wird es sich bei einem solchen Besuch nur wenig um Marktbeobachtung handeln. Man fühlt sich in seiner Sicht bestätigt und legt das auf Marktkenntnis um. Falsch. Fehler. Gefährlich. Absolutes no-Go.

Wie kann die Lösung für Marktbeobachtung aussehen?

Eine objektive Marktbeobachtung, die den Tunnelblick weitestgehend vermeidet, wird extern zugekauft. Oder man betraut den Marketingverantwortlichen im Betrieb, unterstützt durch externe Beratung, eine laufende Marktbeobachtung durchzuführen.

Eine Marktbeobachtung läuft immer über einen längeren Zeitraum. Im Gegensatz zur Marktanalyse, die eine Momentaufnahme der Situation des Marktes darstellt.

Angelika Wohofsky

Ich habe als Socialmedia Manager eines Mittelstandsunternehmens den Markt begleitend zu meiner Arbeit beobachtet. Um Trends und Themen zu erkennen, die wir im Content Marketing dann verwendeten. Und wenn ich Messen für meinen Arbeitgeber besuchte, dann sah ich mir die Veranstaltungen des Rahmenprogramms an. Zudem bin ich im Besitz eines internationalen Presseausweises und kann mich so auch für Presseveranstaltungen zu solchen Fachmessen akkreditieren. Denn auf diesen laufen wieder völlig andere Infos und man erhält Zugang zu Branchenstudien. An solche Informationen kommt man als einfacher Messebesucher halt nicht dran. Die bekommt man höchstens gefiltert in Zeitungen und Fachmagazinen im Nachhinein zu lesen. Ich will aber die ungefilterten Infos haben, wenn ich den Markt beobachte. Weil ich damit die Objektivität meiner Ergebnisse erhöhe.

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