Auch in dieser Woche flogen spannende Themen durchs Netz, die unsere Arbeit betreffen. Bitcom stellte beispielsweise in einer Studie fest, dass die Bewertungsplattformen den Online Handel wesentlich beeinflussen. Daneben flog mir ein Uralt-Artikel von Sandra Holze über den Weg. Ist er doch weiterhin hochaktuell, weil sich an der Einstellung zu Socialmedia bei vielen Entscheidern und Marketern von Unternehmen einfach noch nicht soviel verändert hat. Was dann zu Fehlern und zum Scheitern von Socialmedia Marketing führt. Und zu guter Letzt flatterte dann auch noch eine Meldung über Third Party Cookies ins Haus. Da scheint sich was bei Google zu tun, was Auswirkung auf die Cookie Banner hat. Aber lest selbst.

Online Handel profitiert von Bewertungsplattformen

Eine aktuelle Bitcom Studie unterstreicht den Stellenwert von Bewertungsplattformen für den Online Handel. So verlassen wir uns als Kunde gerne auf die Meinung anderer, und entscheiden uns erst nach Durchsicht von Produktbewertungen für den Kauf. Das bedeutet auch, dass man im Content Marketing die Bewertungsplattformen der Branche sowie Produktvergleiche keinesfalls ausblenden sollte. Im Gegenteil, Bewertungsplattformen sind ein wesentlicher Content-Bereich, der dem Kunden in seiner Informationsphase hilft und die Entscheidungsphase zum Kauf auslösen kann.

Die im Artikel angeführte Meinung, Socialmedia und Blogs würden zur Kaufentscheidung im Online Handel wenig beitragen, würde ich als undifferenzierte Aussage bezeichnen. Da Blogs und Socialmedia-Plattformen andere Touchpoints des Kunden bedienen und damit auch einer anderen Funktion im Content Marketing folgen. Blogs und Socialmedia werden nicht zur Beeinflussung einer positiven Kaufentscheidung eingesetzt. Das ist wieder mal Äpfel mit Birnen vergleichen. Nichts destotrotz, hier geht’s zum Artikel über die Kaufentscheidungen der Deutschen im Online Handel.

Was Socialmedia scheitern lässt

Ein schon etwas älterer Artikel der von mir geschätzten Sandra Holze verrät, weshalb viele Unternehmen in Socialmedia scheitern. Ich möchte diesen Beitrag noch einmal aus der Versenkung – er erschien schon im Juni 2017 auf der Plattform Unternehmer.de – hervorholen, da die in ihm beschriebenen Situationen so gut zum Alltag meiner Beratungspraxis passen.

  • Das beste Marketing bewegt rein gar nichts, wenn die Strategie fehlt. Auch Socialmedia kann über das Fehlen einer Unternehmens- und Marketingstrategie nicht hinweg täuschen.
  • Klassische Marketingverantwortliche sind noch immer zu eng in der klassischen Werbekampagne verhaftet. Socialmedia ist aber keine Kampagnenplattform, es ist eine DIALOG-Plattform.
  • Ebenso häufig wird Content Marketing – DIE Marketing-Disziplin der Gegenwart – völlig falsch verstanden. Häufiger Fehler: man glaubt, es handle sich beim Content Marketing um Werbung oder um die Inhalte einer Webseite. Dieser Fehler passiert gerne den Old-School Marketern, die aus dem klassischen 4P-Marketing (das war die methodische Beschreibung des Marketings aus den 1980er Jahren, die nur das Produkt im Fokus hat und der die Beziehung und die Kundenzentrierung fehlt) kommen und im Kampagnendenken verhaftet sind. Solche Marketer schaffen es nur schwer, sich von Werbung und Push-Strategie zu verabschieden. Wenn Sie auf Socialmedia offensichtliche Werbebotschaften pushen, zerstören sie damit das Vertrauen der Socialmedia-Follower des Unternehmens.
  • Außen Hui und innen pfui. Sozial tun, aber es nicht leben. Das kommt gar nicht gut bei Socialmedia-Followern an. Soziales Engagement muss wirklich gelebt werden und ist kein Poliermittel fürs Image. Gerade auf Socialmedia sollte man sich so transparent und authentisch wie möglich präsentieren.
  • Wer Socialmedia selbst nicht ernst nimmt und den sozialen Medien misstraut, der kann auch kein Socialmedia Marketing betreiben. Entscheider, die beispielsweise Facebook hassen, werden kaum hinter dem Facebook-Engagement ihres Unternehmens stehen. Und den damit betrauten Mitarbeitern keinerlei Rückhalt bieten können. Im Gegenteil, das Misstrauen schlägt auf die Mitarbeiter über, weil die „den ganzen Tag in Facebook hängen und nichts tun“ würden.
  • Zuwenig Zeit gilt ebenfalls als Killer des Socialmedia Marketings. Nein, Socialmedia macht man einfach nicht so nebenbei. Und man kann diese Aufgabe auch nicht dem Office-Mitarbeiter delegieren. Die selbe Killerfunktion hat ein fehlendes Budget, Ungeduld sowie falsche Erwartungen und wenn man seine Marketing-Hausaufgaben nicht macht.

Kommt bei Google die grosse Wende für Cookies?

Die Online-Plattform Data & Targeting schreibt, dass sich Google von Third Party Cookies verabschieden möchte. Auf jeden Fall kann in zwei Jahren das Sammeln von Cookie-Einwilligungen der Geschichte angehören. Und die Welt der First Party Cookies – Google Suchmaschine, YouTube, Facebook und Amazon – könnte davon profitieren. Hier geht’s zu diesem spannenden Beitrag von Dirk Freytag. Warten wir’s ab.

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