An anderer Stelle erwähnte ich bereits, dass Corona auch Nachwirkungen hinsichtlich der Geschäftsmodelle zeigen wird. Und so überdenken nun auch die aktuell sich in Gründung befindlichen Unternehmensinhaber*innen ihr Vorhaben. In der Gründungsberatung tauchen dazu drei wesentliche Fragen auf.

  1. Wie soll ich jetzt weitermachen? Ich habe gerade mein Unternehmen gegründet.

    In einer solchen Situation rate ich meinen Klienten zur Ruhe. Panikartiger Aktionismus ist fehl am Platz. Vielmehr sollten Sie alle finanziellen Optionen prüfen, und die nächsten Schritte auch mit Ihrer Gründungsberatung besprechen. Ein solcher nächster Schritt kann auch die Inanspruchnahme eines verbliebenen AMS-Bezuges bedeuten. Auf einen solchen haben viele Gründer*innen Anspruch, da vor der Gründung ein Angestelltenverhältnis gegeben war. Somit wäre die finanzielle Absicherung gegeben und man kann sich aufs Marketing konzentrieren. Auf jeden Fall sollte nun besonders aktiv die Bekanntheit der eigenen Marke weiter aufgebaut werden. Und das lässt sich mit Online Medien und einem Marketingplan, der auf Awareness und Imageaufbau sowie die Pflege bereits bestehender Kontakte zielt, auch in Zeiten der Krise umsetzen.

  2. Was bringt es mir, jetzt in Zeiten der Krise, Marketing zu machen?

    Marketing als solches wird oft mit Produktwerbung verwechselt. Dabei ist das Marketing ein strategisches Instrument zur Erreichung der unternehmerischen Ziele. Damit können und sollten Sie gerade in Krisenzeiten auf Marketing setzen. Hierbei gilt es, den Fokus auf Kundenbindung, Vertrauensaufbau, Reichweite, Bekanntheit und einen aktiven Dialog mit Kunden, Interessenten, Geschäftspartnern etc. zu lenken.

  3. Wie lange wird die Krise dauern und werde ich diese überhaupt meistern?

    Krisen gibt es in jedem Unternehmerleben. Der Abschwung gehört genauso dazu wie eine Unternehmung auf Kurs und zum Erfolg zu bringen. Wie mit Krisen umgegangen wird, hängt von der eigenen Persönlichkeit ab. Widmen Sie sich in der Krise auch Ihrer Persönlichkeitsentfaltung. Gründer*innen des UGP (Unternehmergründungsprogramm) können dafür auf eigene Supervisionsstunden zurückgreifen. Nützen Sie dieses Angebot und/oder organisieren Sie sich einen Unternehmercoach, mit dem Sie an sich selbst arbeiten können. Unternehmersein ist ja schließlich eine Sache der Einstellung, der Lebenshaltung und der persönlichen Reife.

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