Last Updated on 9. Juli 2021 by Angelika Wohofsky

Als unabhängige Beratungsagentur sehen wir es als unsere Pflicht an, dich über diese 9 Website-Hacks zu informieren. Meist zahlten unsere Kund:innen ein hohes Lehrgeld für diese Erkenntnisse. Wenn du die 9 Website-Hacks aber jetzt schon kennst, dann sparst du nicht nur Geld, sondern auch Zeit und Nerven.

Algorithmus und die Website

Im Jahr 2021 dreht sich die digitale Kommunikation um viele Touchpoints. Zu diesen zählt einerseits die eigene Website, aber auch auf Socialmediaplattformen, in Branchenverzeichnissen und mit Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung (SEO) wirst du deine digitale Aufmerksamkeit (Awareness) steuern. Kaum jemand wird dir aber erklären, wie hoch der Stellenwert deiner Firmenwebsite wirklich ist. Und allzuoft hört man noch Empfehlungen wie: „du musst einen auf Multichannel machen“ oder „Bezahlsysteme darf man nicht einbinden, weil die sehr unsicher sind“.

Ehrlich, Leute. Das ist großer Bullshit und bringt das Unternehmen, nämlich dich, nicht weiter. Denn währenddessen optimiert Google seinen Algorithmus und der Digitalisierungszug fährt an dir rasant vorbei. Allein im ersten Jahr nach Launch des neuen Algorithmus wurden so 3.234 Updates auf diesem Algo gesetzt. Wenn du deine Website nicht an diesen neuen Algorithmus angepasst hast, dann findet dich Google noch viel schwerer.

So und jetzt zu den 9 Websites-Hacks.

9 Website-Hacks die dir Zeit und Geld sparen

9 Website-Hacks, die zu jedem Webprojekt passen

  1. Die Website dient deiner Zielgruppe

    Bevor du überhaupt eine Website erstellst, sollst du genau über deine Zielgruppe bescheid wissen. Mit Zielgruppe meine ich jenes Kund:innensegment, das über ein konstantes Grundbedürfnis bei gleichzeitiger hoher Zahlungsbereitschaft, dieses Bedürfnis zu erfüllen, verfügt. Es hilft dir wenig, irgendeine Zielgruppe daher zu fantasieren. Rede mit deinen Kund:innen, was sie bedrückt, wo sie aktuell Problemlösungsbedarf sehen. Und löse diese Probleme, wenn du es kannst. MACH NIE EINE WEBSITE OHNE GENAUER ZIELGRUPPEN-KENNTNIS!

  2. Website-Texte erzählen von deiner Spezialisierung

    Eine Website funktioniert wie dein eigenes Haus, deine Wohnung. Sie ist deine unternehmerische Heimat („Home-Page“). Wie du dein Haus einrichtest, hängt von deiner Persönlichkeit ab. Deine Website-Texte erzählen also etwas über die Spezialisierung deines Unternehmens. Sie drücken deine DNA, deine Persönlichkeit aus. Mit werblicher Sprache und Allerweltstexten funktioniert das nicht. Auch nicht, wenn du aufgefordert wirst, ein bisschen etwas für die Website zu schreiben und die Agentur pflegt dann diese Texte ein. Oder wenn du versuchst, auf deiner Website etwas über dein Leben zu bloggen, weil du glaubst, dann wird das Ding authentischer und ehrlicher. Das ist alles Bullshit. FINGER WEG VON SELBST GEBASTELTEN TEXTEN – siehe Punkt 3.

  3. SEO gehört in Profihände

    Hast du schon etwas von BERT gehört? Dem Google Algorithmus, der erkennt, ob du über Expertise verfügst, eine Autorität in deinem Fach darstellst und Kunden dir vertrauen können? Nein, dann lass die Finger von selbst geschriebenen Websitetexten, Erzählungen von privaten Ausflügen mit deinem Hund auf deinem Firmenblog. Überlasse die Sache mit den Texten und der Suchmaschinenoptimierung (SEO) den Profis. Deine Website muss nämlich mit Kunden relevanten Themen gefunden werden, und dient keinesfalls der Selbstinszenierung. Übrigens, nur ein paar Keywords auf der Website einzusetzen ist zuwenig. Wenn du wissen möchtest, ob deine Website eine wirklich gute SEO hat, dann TESTE sie mal selbst auf pagespeed. Wo es rot aufgeht, hast du Handlungsbedarf.

  4. Responsiv und im Design zeitgemäß

    Deine Website muss heute mit dem Smartphone anstandslos navigierbar sein. Über 80 % aller Website-Zugriffe erfolgen heute schon mit dem Smartphone. Deswegen werden Websites im ersten Schritt für eine Darstellung am Smartphone gebaut, und erst im zweiten Schritt folgt das Design für den Desktop. Außerdem verändern sich die Design-Anforderungen hinsichtlich der Benutzerfreundlichkeit von Websites. Diese Usability-Kriterien muss eine moderne Firmenwebsite erfüllen. Ist die Website inhaltlich überladen, gilt das heute als nicht mehr zeitgemäß. Musst du am Smartphone deine Website-Inhalte vergrößern, ist sie nicht RESPONSIV.

  5. Keep it simple and small

    Viele Firmenwebsites kommen als Bauchladen daher. Motto: Wir sind die besten, wir machen alles, wir sind die „Blablabla Marktführer“. Solche Websites sind schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Selbstdarstellung ist out und wird von Kunden mit Desinteresse „bestraft“; Google mag diesen oberflächlichen Marketingsprech auch nicht und wirft solche Seiten einfach aus dem Ranking. Websites müssen heute auf ein VERTRIEBSZIEL FOKUSSIEREN, AUTORITÄT und EXPERTISE vermitteln und VERTRAUEN bei den User:innen erwecken. Tun sie das nicht, erkennst du das an geringen Zugriffszahlen, einer hohen Absprungrate der Besucher von deiner Website, und dass diese keine neuen Anfragen mehr bringt.

  6. Website dient dem Vertrieb

    Jede Website sollte über eine Zielvereinbarung verfügen. Diese Ziele können sein: dem Vertrieb zuarbeiten und neue Kundenkontakte akquirieren, Anfragen und Buchungen erhalten, Produkte oder Leistungen verkaufen, Image verbessern und Sichtbarkeit erhöhen, Kundenbindung betreiben und so weiter. Zuerst machst du dein Ziel mit deiner Website fest, dann erst wirst du entscheiden können, in welchem Umfang die Website erstellt werden muss. Auf jeden Fall muss die Website dir DEN VERTRIEB ERLEICHTERN und „etwas verkaufen“. Sonst brauchst du nämlich keine Website.

  7. Technischer Relaunch in immer kürzeren Intervallen notwendig

    Der neue Algorithmus von Google (BERT) wurde 2018 aktiviert. Das bedeutet, Websites, die vor 2018 gemacht wurden – man erkennt sie oft daran, dass diese noch immer kein Sicherheitszertifikat (SSL-Verschlüsselung) aufweisen – können heute schon technisch veraltet sein. Ein Relaunch wird notwendig, auch wenn die Website sehr viel Geld gekostet hat. Wir gehen heute von Relaunch-Intervallen von mittlerweile 3 Jahren aus. Aufwändig codierte Websites können mit diesen kurzen Intervallen nicht mithalten. Der Trend geht hin zu schlanken und auf konkrete Vertriebsziele fokussierte Websites, für die aufwändige Programmierungen nicht mehr notwendig sind. SELBST GECODETE WEBSITES sind für die meisten Mittelstandsunternehmen nicht notwendig, weil der Relaunch dann auch wieder HOHE FOLGEKOSTEN nach sich zieht. Alles, was ich selbst programmiert habe, muss ich beim Relaunch wieder neu programmieren.

  8. Die Website ist dein Angelpunkt

    Der Ruhepol eines Rades befindet sich in der Radnabe. In ihr läuft alles zusammen. Ähnlich verhält es sich mit deiner Firmenwebsite. Auch sie ist der „Ruhepol“ für all deine Kommunikationsmaßnahmen im Web. Sie gilt als „Content Hub“, als Zentrum der wichtigen Informationen zu deinem Unternehmen.
    Deine Website kann gleichzeitig nichts für dich tun, wenn du sie nicht in deine anderen Kommunikationsaktivitäten integrierst. Deswegen brauchst du ein KLARES ZIEL, das du mithilfe deiner Website erreichen willst. Du brauchst Fokus, Spezialisierung, Zielgruppenwissen und schlanke Websites, die du schnell für den Vertrieb steuern kannst.

  9. Die Website gehört zu deinen Geschäftsprozessen

    Eine Website allein ist noch kein digitaler Verkauf. Wenn du also dein Ziel mit deiner Website definiert hast, dann denke doch ein wenig darüber hinaus. Meist finden sich Schnittstellen zu deinen Geschäftsprozessen, die von deiner Website aus auch unterstützt werden können. Wenn deine Firmenwebsite deine Geschäftsprozesse unterstützt, dann hast du die langfristig kostengünstigste Lösung für den digitalen Vertrieb erreicht. Denke also bei Websites auch immer an die OPTIMIERUNG DEINER GESCHÄFTSPROZESSE.

Auf die Intelligenz kommt es an

Einer meiner Kunden erklärte mir unlängst, wie wichtig es ist, die Intelligenz einer Maschine nach außen hin sichtbar zu machen. Er meinte, dass der Kollege, der an einer vollautomatisierten Maschine arbeitet, von außen in den Herstellungsprozess Einblick haben muss, um den Produktionsprozess zu überwachen.

Werden solche Maschinen eingehaust – was die Aufgabe des Industriedesigns ist – dann folgt die Form der Funktion. Nur einer Maschine ein nettes Gehäuse zu verpassen, das hat nichts mit hochfunktionellem Industriedesign zu tun.



Ähnlich verhält es sich beim Webdesign. Die schönste Seite, das tollste Design sagt noch nichts darüber aus, ob die „Intelligenz“ der Website nach außen (zu Google hin) auch sichtbar ist. Hervorragende Codes von Websites sind noch kein Garant dafür, dass die Website auch gefunden wird und den Google Algorithmus bedient.

Deswegen kommt es nicht auf die Verpackung (das Design und den individuellen Code) an bei Websites, sondern dass die Intelligenz (der Content) für Google und Suchmaschine sichtbar wird.



Zusammenfassung 9 Website-Hacks

Betrachte die Website deines Unternehmens als Ruhepol all deiner anderen Aktivitäten. Als ein Werkzeug, das dir den Vertrieb erleichtert. So wirst du auch sofort wissen, welches Ziel und welche Menschen (Zielgruppe) du mit ihr ansprichst. Und welche Inhalte auf die Website gehören, welche du besser weglässt, weil sie die Zielgruppe nicht sucht. Triff dazu nie Annahmen, sondern sprich mit deinen Kunden, welche Informationen sie auf deiner Website finden wollen.

Denke immer schon auch an den nächsten Relaunch, texte nie selbst (außer du bist mit SEO und Schreiben von Texten für Online Medien bestens vertraut) und erarbeite dir eine Spezialisierung (Achtung: deine Leistung muss nicht zwingend Spezialisierung bedeuten!).

Deine Website muss deinem Vertrieb dienen. Du musst mit ihr auch aktiv arbeiten und sie aktiv auch vernetzen.



Weiterführende Artikel zum Thema Website findest du hier:

Ein Beitrag aus dem Anfang dieser Website, gilt aber immer noch: Websites machen smart und small.
Websites müssen helfen, E-A-T aufzubauen: Expertise, Autorität und Trust. So funktioniert nämlich der neue Algorithmus von Google.
Werden die Geschäftsprozesse beim Webprojekt nicht mitgeplant, tappt man schnell in die Falle Webshop.
Hat dir der Artikel gefallen? Dann teile ihn bitte in deinem Netzwerk.
close
„Mit dem Klick auf ‚Abonnieren‘ erklären Sie sich mit dem Empfang des Newsletters mit Informationen zu Digitaler Kommunikation und Angeboten unseres Unternehmens] sowie mit dessen Analyse durch individuelle Messung, Speicherung und Auswertung von Öffnungsraten und der Klickraten in Empfängerprofilen zur Zwecken der Gestaltung künftiger Newsletter entsprechend den Interessen unserer Leser einverstanden. Die Einwilligung kann mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Ausführliche Hinweise erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung“).
0 Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

An der Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.