Content Marketing ist Ausdruck der Digitalen Transformation. Also müssen wir auch darüber schreiben und holen uns dafür hin und wieder auch Gastautoren ins Boot.

Heute möchte ich Ihnen / euch eine neue Folge meines Podcast vorstellen, in dem ich Stellung zu Corona nehme. Wie sich die Krise auf mein eigenes Business ausgewirkt hat und wie man Krisen zur Erneuerung auch nützen kann, erkläre ich in dieser Folge.

Die Inhalte dieser Podcast-Episode sind:

das geschah am 13. März 2020 um 16:24 Uhr | erste Beratung zur Digitalisierung, die häufigsten Themen | Umstrukturierung meines eigenen Unternehmens | ganzheitliche Sichtweisen integrieren | Ergebnisse der Umstrukturierung | Tipps für Unternehmen, die selbst umstrukturieren müssen für eine Zeit nach Corona | mein Herzenswunsch meinerseits an Sie gerichtet

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Im heutigen Montag-Video gehe ich auf die massive Vernetzung unserer Welt und Gesellschaft ein. Das ist umso mehr ein Grund, noch mehr aufeinander aufzupassen.

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Früher lernten wir einen Beruf, absolvierten vielleicht noch den einen deren Fortbildungskurs. Dann war die berufliche Weiterbildung jedoch abgehakt. Heute müssen wir uns in immer kürzer werdenden Abständen aus dem Tagesgeschäft nehmen, um mit dem Wissensstand der eigenen Branche mithalten zu können. Das gilt ganz besonders für jene, die in der Digitalisierung und der digitalen Kommunikation tätig sind.

Was dürfen Ihre Mitarbeiter diesbezüglich tun? Geben Sie diesen Zeit, sich immer wieder in Sprints zurückzuziehen, um in ihrem Fach dazuzulernen? Oder verlangen Sie von Ihren Mitarbeitern gar, dass dieses Lernen in der Freizeit zu erfolgen hat?

Letzteres erscheint mir absolut nicht mehr zeitgemäß. Sie werden auch Ihre Mitarbeiter nicht zum Lernen in der Freizeit motivieren können. Auch als Druckmittel, um den Job zu behalten, wird Lernen in der Freizeit nicht mehr funktionieren. Weil das sich Weiterbilden im eigenen Fach mittlerweile als eine Art „Arbeit im Job“ von vielen Menschen verstanden wird. Früher gab es ja auch firmeninterne Schulungen während der Arbeitszeit. Und gestatten Sie mir die Frage: „Lernen Sie selbst in Ihrer Freizeit fachlich im Unternehmerischen weiter oder nützen Sie dafür nicht auch Ihre eigene Arbeitszeit?“

Was also tun? Gestehen Sie Ihren Mitarbeitern Sprints zu. Lassen Sie Ihre Mitarbeiter diese Sprints selbst planen, die dann für die berufliche Fortbildung genützt werden. So wie Sie selbst sich Zeit für die persönliche Fortbildung nehmen sollten – das ist eine der 7 Chef-Aufgaben als Führungsperson –, so soll diese Zeit auch Ihren Mitarbeitern eingeräumt werden. Sie werden sehen, wie schnell Ihr Betrieb davon profitieren wird. Denn – Wissen ist Vorsprung!

Übrigens: Onliner lernen digital im Webinar, mit E-Books, aus Whitepaper oder in einem Online Kurs. Solche Kurse werden von Plattformen wie Google selbst kostenfrei zur Verfügung gestellt und müssen nur im Selbststudium erarbeitet werden. Und denken Sie bitte daran, dass das Image Ihres Betriebs als Arbeitgeber durch beispielsweise Google qualifizierte Mitarbeiter profitieren wird. Wenn Sie diese Qualifizierung auch nach außen kommunizieren!

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Erik Händeler bringt es auf den Punkt. Ein langer Strukturzyklus kommt zu seinem Ende – Mitauslöser ist wohl der Corona-Virus. Noch mehr Investitionen in die Technik, können die Produktivität nicht mehr steigern. Die Steigerungsraten gehen gegen Null. Weil der Mensch im Hintergrund nicht in seinem Verhalten produktiver wurde.

Händeler verweist auf Kondratieff, der sagt, dass nur die Investition in den „Flaschenhals“ aus der Krise führt. Er meint damit, den knappsten Produktionsfaktor produktiver zu machen. Mit Wolfgang Mewes (EKS, Engpass konzentrierte Strategie) gesagt, das entlang der Wertschöpfungskette beim Zielkunden oder auch Stakeholder brennendst empfundene Problem muss gelöst werden, was am kybernetisch wirkungsvollster Punkt ansetzt.

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Ich staune immer wieder, welcher Hype sich um die Startup-Szene aufgebaut hat. Die Startups, das sind die jungen Wilden, die sich nichts scheißen und einfach tun. Und – die sich mittlerweile in dafür konzipierten Räumen bewegen. Räume wie Coworking-Spaces, offene Werkstätten, Innovationszentren, oder irgendeine stillgelegte Fertigungshalle, in die man einen 3D-Drucker und eine Handvoll Raumteiler gestellt hat.

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Corona treibt ja spannende Blüten. Was vor zwei Monaten noch unwirsch vom Tisch gewischt wurde, ist heute Alltag. Vor allem im Handel zeichnet sich eine Entwicklung deutlich ab: Man will so schnell wie möglich seine Waren ins Netz bringen und online verkaufen. Das Internet ist voll solcher Meldungen. Allein die rechtlichen Rahmenbedingungen werden kaum diskutiert. Auf dieses Thema machte mich unlängst aber ein Kollege von Austro Digital aufmerksam.

Fehlende Planung – technisch und rechtlich

Dass dieser Schritt hin zum eigenen Online-Shop einer umfassenden Planung und Vorbereitung bedarf, wird dabei von solchen Newcomern im Online Handel vergessen. Da gibt es plötzlich Produkte, die man online bestellen kann, denen der gesetzliche Rahmen fehlt.

Die korrekte Bezeichnung für diese gesetzliche Regelung lautet: Fern- und Auswärtsgeschäfte Gesetz, kurz FAGG. Dieses regelt die Geschäftsbeziehungen im Online Handel, unter Berücksichtigung einiger Ausnahmen wie soziale Dienstleistungen, Lebensmittelhandel, Finanzdienstleistungen oder Pauschalreisen. Doch auch hier bestehen Ausnahmen, die unbedingt berücksichtigt und entsprechend ausgewiesen werden müssen.

Wird nämlich ein Online-Shop eingerichtet sieht das FAGG eine diesbezügliche Informationspflicht nicht nur im Impressum der Shopwebseite vor. Sie müssen dann gemäß FAGG ihre Websitebesucher informieren. Da die Haftung beim Webseitenbetreiber, also beim Unternehmen, liegt, weisen manche Agenturen gar nicht auf diese Informationspflicht hin. Stellt diese doch eine Agenda des Unternehmens dar und hat, oberflächlich betrachtet, nichts mit der Programmierung eines Webshops zu tun.

Was ist in dieser Informationspflicht des FAGG enthalten?

Auf jeden Fall müssen Sie der allgemeinen Informationspflicht nachkommen, die das Zustandekommen des Vertragsabschlusses regelt. Die Wirtschaftskammer Österreich hat dazu eine Zusammenfassung erstellt, nach der Sie für die eigene Informationspflicht nachkommen können. Sie finden diese unter dem folgenden Link.

Diese Informationen müssen Sie VOR Abgabe der Vertragserklärung dem Verbraucher zukommen lassen. Deswegen bedarf es ja auch einer professionellen Planung eines Online Shops, der sich eben nicht einfach so mit ein paar Klicks einrichten lässt. An welcher Position diese Informationen für den Verbraucher bereitgestellt werden müssen, regelt ebenfalls das FAGG.

Rücktrittsrecht und Widerrufsbelehrung

Zu diesem Kontext zählt auch die Widerrufsbelehrung zum Rücktrittsrecht des Kunden. Wird eine solche dem Online-Shop Nutzer nicht zur Verfügung gestellt, wird darüber also nicht korrekt informiert, verlängert sich das bestehende Rücktrittsrecht von üblich bekannten 14 Kalendertagen um 12 Monate.

Was bedeutet das im Schadensfall? Der Kunde kann Ihr Produkt ein Jahr lang nützen, ihm einen Wertverlust zufügen, und es trotzdem dann zurückgeben, ohne einen Cent dafür zu bezahlen. In einem solchen Fall müssen Sie dem Kunden den vollen Kaufpreis zurückerstatten. Egal in welchem Zustand sich die Ware nach einem Jahr befindet. G’schmackig, oder?

Wo muss informiert werden?

Neben den Informationen im Impressum müssen die wesentlichen Infos zur Ware in der Nähe des Angebotes platziert werden. Hinweise zu Gewährleistung, Rücktritt und Beschwerdeverfahren gehören eigentlich in die AGB. Eine Verpflichtung, die AGB auch auf der Webseite oder im Webshop zu verwenden, besteht allerdings nicht.

Zusätzlich sind bestimmte Formulierungen für den Bestell-Button Pflicht. Es ist nämlich nicht egal, ob auf diesem „Kaufen“ oder „Bestellung“ steht. Zwei juristisch unterschiedliche Bedeutungen, die rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können.

Fazit

Falls Sie sich für einen Webshop oder eine E-Commerce-Lösung Ihres Business interessieren, gehen Sie die Sache professionell an. Planen Sie dieses Projekt mit Spezialisten und lassen Sie die Finger vom Selbermachen mit einem Baukastensystem. Was sich anfangs als unkompliziert darstellt, könnte nämlich später zur rechtlichen Falle werden.

Dem Online-Shop geht immer eine Konzeptionsphase voraus, die nicht nur das Angebot im Web umfasst, sondern auch sämtliche Geschäftsprozesse des Kunden, die durch diesen Shop anfallen. Auch kann sich ein Online-Shop auf die Warenwirtschaft des Betriebs auswirken, was zu Beginn bei der Konzeption eines solchen ebenfalls berücksichtigt werden muss.

Zudem wird ein auf e-Commerce spezialisierter Berater oder eine Agentur Ihnen zu der für Ihren Bedarf passenden Webshop-Lösung raten. Es muss nämlich nicht immer der selbst programmierte Webshop sein. Es gibt schon zahlreiche Miet-Systeme, derer man sich als kleiner Betrieb bedienen kann. Und genau das ist bei der Konzepterstellung für Ihr e-Commerce schon zu Beginn einzuplanen.

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Zu den Osterfeiertagen las ich folgenden Satz:

Das Problem analysieren heißt, sich der Lösung zu widersetzen.

Andreas Bernknecht

Hören Sie also auf, Corona zu analysieren und welche Auswirkungen daraus auf die Wirtschaft, Ihre Branche und Ihr Business erwachsen könnten. Bitte beachten Sie, ich verwende dafür den Konjunktiv „könnte“. Aus gutem Grund, stellen solche Prognosen ja nur eine von vielen Möglichkeiten auf Basis bisheriger Ereignisse dar.

Auch Prognosen gehen Analysen voraus, die zutreffen können – oder aber auch nicht. Was auf jeden Fall weitaus realer ist, wäre die Situation, in der sich Ihr Unternehmen gerade befindet. Wenn Sie also feststellen, dass Sie in Sachen Digitalisierung bisher nachlässig gehandelt haben, dann erhalten Sie jetzt die Chance, hier nachzuholen.

Was Sie nämlich zu analysieren glauben, stellt nur ein Symptom dar. Dahinter steckt aber immer das eigentliche Problem. Benennen Sie also das Symptom, lassen sie es einmal nur im Raum stehen und denken Sie in aller Ruhe darüber nach, was Ihr Symptom Ihnen mitteilen möchte. Bald werden Sie feststellen, dass nicht Corona Ihr Problem ist, sondern es sind die nicht erledigten Aufgaben in den Bereichen der digitalen Kommunikations-, Bestell- und Serviceabläufe.

Also, nehmen Sie sich einmal eine halbe Stunde Zeit und blicken Sie hinter die Symptome, die sich Ihnen aktuell zeigen. Und dann handeln Sie bitte. Aber rasch!

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So tragisch der Verlauf der Corona-Infektionen auch ist, er bringt auf gesellschaftlicher Ebene einen ordentlichen Schub in Richtung Bewusstheit. So liest man beim Zukunftsforscher Horx von einer rosigen Zukunft mit mehr Bewusstsein fürs Menschliche. Aber auch wir bemerken im Alltag: „Es ist so angenehm ruhig!“…wie nie zuvor.

Waren wir wirklich derart im Stress, liefen wir wirklich schon mit Höchstgeschwindigkeit im Hamsterrad, dass wir völlig auf uns vergaßen? Auf uns als Person und Mensch. Und auf die Menschen um uns herum.

Hält uns die Lungeninfektion „Corona“ gar einen Spiegel vor die Nase, indem es uns kaum atmen lässt? Stellt doch das bewusste Atmen eine wesentliche Komponente von Meditationen zum Stressabau dar. Und hatten wir als Content Marketer in den vergangenen beiden Jahren nicht auch zunehmend auf Positionierung sowie auf „weniger ist mehr“ gepocht?

Auch die vielen alten Menschen, die der Hilfe bedürfen, fallen uns nun auf. Wer jetzt nicht mehr raus kann und sich völlig isolieren sollte, um einer Infektion mit dem Coronavirus zu entgehen, wird von jüngeren Menschen unterstützt – Nachbarschaftshilfe entsteht unkompliziert über Soziale Medien.

Es fallen aber auch jene auf, die sich nicht an die Regeln halten. Die Partys feiern, und das Anspucken von Menschen auch noch witzig finden. Anspucken für Aufmerksamkeit. Wie konnten wir nur diese Menschen im hektischen Alltag übersehen? Auch dieses aggressive Verhalten hat Gründe, die es in der Zeit nach Corona unbedingt zu klären gilt.

Bewusstsein fürs Gemeinwohl

Auf jeden Fall gewinnt die Gemeinschaft an Stellenwert. Egal ob online oder im realen Leben. Wir lernen durch Corona aufeinander aufzupassen, miteinander anders umzugehen. Wir lernen digitalen Beziehungsaufbau und Selbstverantwortung.

Und wir lernen, dass uns die heimische Landwirtschaft mit Lebensmitteln versorgt. Nicht der anonyme Produzent von Fertiggerichten versorgt uns. Nein, es ist der bäuerliche Betrieb gleich bei dir ums Eck. Der sorgt dafür, das Milch, Eier, Honig, Getreide, Gemüse und Obst bei dir im Kühlschrank und der Vorratskammer lagern. Und es sind die direkten Verarbeiter dieser Lebensmittel, die dich versorgen: die Bäckereien, Molkereien und natürlich auch die kleinen Gasthöfe, die plötzlich Facebook für sich entdecken. Um dort ihre Tagesmenüs auszuschreiben und darauf hinzuweisen, dass sie das Essen auch zustellen.

Na, geht doch, sag ich mal salopp. Um aber gleichzeitig drauf hinzuweisen, dass die Landwirte nun Hilfe benötigen. Erntehelfer werden dringend benötigt. Und ja, auch die regionalen Vermarkter organisieren sich jetzt auf Online-Plattformen. So schnell kann’s gehen, mit der Digitalisierung.

Hier noch zwei Plattformen, wer in der Landwirtschaft mithelfen möchte: Facebook-Gruppe Jobs in der Landwirtschaft

Auf der österreichischen Plattform „Die Lebensmittelhelfer“ kann man sich eintragen und für den Ernteeinsatz melden. Um so auch einen Dienst an der Gemeinschaft zu leisten.

Corona öffnet uns den Blick für kleine, verträgliche Kreisläufe in Sachen Versorgung des eigenen Lebens, hebt den Stellenwert System relevanter Infrastruktur und für darin hauptsächlich von Frauen geleistete Arbeit, bei gleichzeitig globalem Wissenstransfer, digitaler Vernetzung und mehr Offenheit für neue, Service fokussierte Geschäftsmodelle.

Angelika Wohofsky
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Im Februar 2020 feierte die digitalBAU, die Baumesse für Digitalisierung, erfolgreich Premiere. Dabei zeigte sich ein enormer Zuspruch für digitale Trends, Entwicklungen und Dienstleistungen für die Bauindustrie. Mit 10.000 Besuchern erregte die digitalBAU Deutschland weit Aufsehen.

Festgestellt wurde: Die Herausforderung in der Baubranche liegt bei der Implementierung digitaler Systeme. In Ausbildung und Studium muss noch mehr auf die Digitalisierung eingegangen werden. Und die Durchgängigkeit digitaler Lösungen über alle Gewerke ist noch nicht gegeben.

Auch sieht das Content Marketing für die Baubranche andere Aufgaben vor als beispielsweise für die Gastronomie oder den Tourismus. Der Fokus wird eher beim Aufbau einer positiven und starken Online-Reputation und eines attraktiven Images als Arbeitgeber (Employer Branding) liegen, der technologische Expertise zeigt.

digitalBAU auch für Österreich?

Für die Zeit nach dem Coronavirus wünsche ich mir eine solche Digitalisierungsmesse auch für die österreichische Baubranche. Handwerk und Gewerbe sollte die Möglichkeit geboten werden, sich zu den digitalen Lösungen von Planung, Realisierung, Betrieb, Sanierung oder Rückbau zu informieren. Und zwar auf Basis einer Fachmesse, die man selbstverständlich auch in Teilen digital abhalten kann (Stichwort: Keynote, Vorträge, Fachdiskussionen). Einzelveranstaltungen von Interessenvertretern sind einfach zuwenig.

Hier geht es zum Artikel über die digitalBAU in Köln, erschienen im Handwerk-Magazin, das als Online-Magazin der Branche ein starkes Statement für die Digitalisierung von Gewerbe und Handwerk abgibt.

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