Digitale Werbemittel als Teil der Content Strategie

Last Updated on 8. Januar 2022 by Angelika Wohofsky

Natürlich braucht das Marketing, Werbemittel digital und analog. Doch wie lassen sich beide Welten miteinander kombinieren? Ich werfe in diesem Artikel einen Blick in solche Kombinationsmöglichkeiten. Und ich beschreibe kurz, worauf es ankommt, wenn man digitale Werbemittel einsetzen möchte.

Digitale Werbemittel sind Teil der Content Strategie

In Zeiten der Digitalisierung lassen sich auch klassische, analoge Werbemittel in den digitalen Raum verschieben. Corona hat diesen Verschub auch noch gepusht. Denn analog lief auf einen Schlag nichts mehr. Der Schritt ins Digitale war unausweichlich geworden.

Bei der Kombination aus analog und digital kommt es aber auf den richtigen Mix an. Im Marketing bezeichnen wir diesen Mix als cross-mediale Kommunikation, als mit online und offline Medien verschränkte Kommunikation. Eine solche lässt sich nur mit einer ausgefeilten Content Strategie wertschöpfend umsetzen.

Auf den richtigen Mix kommt es an

Das typische Einsatzgebiet generell aller Werbemittel ist die Messe, das Event. Dort, wo du direkten Kontakt mit potenziellen Kunden pflegst. Aber auch in der digitalen Welt finden derartige Kontakte statt. Dafür braucht es eigener Werbemittel – digitale Werbemittel.

Print und Online kombinieren

Um Print und Online miteinander sinnvoll zu kombinieren, druckt man auf analoge Werbemittel den QR-Code der Website. Dieser leitet dann direkt zum Angebot auf der Webseite.


Ich habe beispielsweise auf meine Visitenkarte den QR-Code meiner Website drucken lassen. Aber auch am Firmenschild steht dieser drauf. QR-Codes sind ein User freundliches Mittel, um Menschen, die ein Unternehmen noch nicht kennen, zum Besuch der Website zu animieren. – Angelika Wohofsky

Diese Kombination aus Print und Online hilft beiden Medienarten. Auf der Website lassen sich die Informationen leichter aktuell halten, als auf einem gedruckten Werbemittel. Fallen dort Änderungen an, landet meist der Rest der Druckmaterialien in der Papierverwertung. Außerdem lassen sich die Zugriffe auf die Webseite beim Einsatz eines QR-Codes genau nachverfolgen, was bei gedruckten Werbemitteln schlichtweg unmöglich ist.


Wie du das mit der Visitenkarte neu machst, liest du hier nach.

Und Social Media anhängen

Leider sehe ich immer noch viel zu selten einen Hinweis auf das Socialmedia-Engagement der Firmen in den Printmaterialen. Irgendwie scheinen diese es nur sehr schwer in die Kataloge und Prospekte oder auf Plakate zu schaffen – sieht man einmal vom aktuellen Hashtag-Boom ab. Dabei kann auf analogen Medien ein kleiner Verweis, der zur Facebook- oder Instagram-Seite des Unternehmens führt, wahre Wunder bewirken. User:innen suchen danach und man holt Interessent:innen aus beiden Welten ab. Führt sie zum Unternehmen hin.

Wie wäre es also mit einem auffälligen Rollup, der auf die Facebook-Seite hinweist und der mit einem Gewinnspiel mittels Hashtag verbunden werden kann. Messebesucher können so auch digital an einer Verlosung teilnehmen. Die vermehrten Zugriffe auf die Facebook-Seite steigern die organische Reichweite, denn jeder Zugriff ist ein Signal für den Algorithmus des sozialen Netzwerks.

Digitale Werbeträger branden

Statt der allseits beliebten Kaffeetasse darf man aber auch über gebrandete und digitale Werbeträger nachdenken. So lassen sich USB-Stick, Power-Bank, aber auch Wireless Kopfhörer und Lautsprecher mit einer Markenbotschaft oder dem Marken-Hashtag versehen. Diese Werbemittel zeigen zudem, dass das Unternehmen die Digitalisierung verstanden hat. Und dass es die Zielgruppe auch in der digitalen Welt abholt. Weiters finden solche Werbemittel langfristig Verwendung, und rufen das Unternehmen dadurch laufend in Erinnerung.


Welche Hashtags es gibt, und wie du diese für deine Unternehmenskommunikation einsetzt, erfährst du im Glossar.

Selbst der althergebrachte Kugelschreiber lässt sich in ein digitales Werbemittel verwandeln. So kann man in den Kugelschreiber einen USB-Stick integrieren. Oder man brandet Touch-Stifte fürs Tablet. Wird ein solcher Stift noch mit der Website-Domain beschriftet, ist man mit einem haptischen Werbemittel in der digitalen Welt des Kunden angekommen.

Werbemittel, die Erlebnisse ermöglichen

Wer auf Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) setzt, sollte diese Maßnahmen aus einer gut geplanten Content Strategie heraus setzen. Und ja, es handelt sich hier nicht um ein Werbemittel zum Angreifen, sondern eines, das Erlebnisse ermöglicht.

Firmen, bei denen es um Konstruktion bzw. um den Einsatz von Maschinen geht, werden mit dieser Form des virtuellen Werbemittels gut bedient sein. Auch greifen immer öfter Tourismusregionen zur Virtual Reality, um besondere dreidimensionale Erlebnisse dem Kunden auf einer Messe zu ermöglichen. Quasi als virtueller Kurztrip zur Urlaubsdestination.

Wird AR dann noch mit einer App für die Selbstanwendung des Produkts begleitet, lässt sich damit über die Download-Zahlen der App der Erfolg dieses Werbemittels messen. Anmerkung: Der Einsatz von VR bei Maßnahmen des Employer-Brandings (zB. virtuelle Maschinenwartung auf einer Berufsmesse) könnte eine klare Message an die zukünftigen Mitarbeiter:innen senden: „Wir sind ein junger Betrieb. Wir haben Jobs für jung, dynamische Menschen“.

Content Strategie als Basis digitaler Werbemittel

Wie schon beim Thema Virtual Reality und Augmented Reality erwähnt, braucht es für all das aber eine gute Content Strategie. Im Beitrag zur Visitenkarte sind wir ja auch auf das Thema Content eingegangen. Wir haben dort erklärt, dass alles, was das Unternehmen an Inhalten hervorbringt, auch Content darstellt.

Haben wir also eine Strategie, eine Vereinbarung für ein bestimmtes Verhalten, für unsere Kommunikation nach außen hin festgelegt, dann binden wir in diese Strategie auch die Werbemittel mit ein. Und um zu wissen, für wen wir die Werbemittel benötigen, kommen wir um eine gute Zielgruppenkenntnis nicht herum. Wer seine Zielgruppe nicht kennt, kann nie realistisch beurteilen, welche Werbemittel digital und analog den größten Erfolg in Aussicht stellen.

Ohne Content Strategie, Customer Journey und Zielgruppendefinition inkl. Personas verzettelt sich das Unternehmen nur allzu leicht. Strategie sorgt für Struktur und Orientierung.

Symptome für den Strategie-Mangel

  • das Marketing macht verdächtig viel Arbeit und blockiert den Alltag.
  • der Vertrieb vermittelt andere Informationen als jene, die auf der Webseite stehen.
  • auf Socialmedia herrscht blanker Aktionismus ohne Maß und Ziel. Hauptsache, es wird gepostet.
  • Broschüren sind schnell veraltet und müssen in kurzen Abständen aktualisiert werden. Was übrig bleibt, landet im Altpapier.
  • Das Blog ist das große unbekannte Wesen beim Kunden. Nicht einmal die Mitarbeiter wissen, was wann am Blog passiert.
  • Die Webseite verzeichnet nur während der Veranstaltung von Gewinnspielen höhere Zugriffe durch die User. Den Rest des Jahres ist sie tot.
  • Es steht schon wieder einmal ein Webseiten-Relaunch an. Man weiß aber nicht genau, wie dieser aussehen soll und fordert von der Agentur Vorschläge ein.
  • Die Agenturen, mit denen zusammengearbeitet wird, liefern immer öfter falsch. Sie scheinen einen nicht zu verstehen.
  • Es werden immer neue Kampagnen vom Marketing durchgeführt, die zeit- und kostenaufwändig sind.
  • Auf allen Kanälen stehen die selben Infos, oft sogar mit dem gleichen Text.
  • Die Webseite empfindet selbst die Geschäftsführung als langweiliges Ding und heillos überfrachtet.
  • Im Internet finden sich alte Informationen zum Unternehmen, wenn du nach diesem googelst.
  • Alles, was man im Web über dich findet, schreit nach Werbung. Überhaupt sind alle Postings viel zu werblich gestaltet. Kein Content mit Mehrwert lässt sich entdecken.
  • Die Firmenpräsentation ist dünner als der Pressetext.
  • Die Firmengeschichte ist weitgehend unbekannt, auch bei den eigenen Mitarbeitern.
  • Alle Inhalte im Web drehen sich nur um das Produkt. Informationen zu den Menschen im Unternehmen fehlen teils gänzlich. Man möchte ja anonym bleiben.

Zusammenfassung digitale Werbemittel

Bevor du digitale Werbemittel bestellst, brauchst du eine gute Gesamtstrategie. Ich helfe dir, eine solche solche Strategie zu entwickeln. Sie bildet die Basis aller strategischen Entscheidungen, egal ob im Marketing, bei der Auswahl der richtigen Werbemittel oder im Vertrieb oder der Produktion.

Hast du eine gute Gesamtstrategie und daraus eine Content Strategie erstellt, wirst du schnell erkennen, welche Werbemittel du in digitaler Form benötigst.

Geh bei der Auswahl immer mit maximalem Kundenfokus vor. Was der Kunde von dir erwartet, das bietest du ihm. Seine Erwartungshaltung musst du kennen. Und geh sportlich an die Sache ran. Oft muss man erst probieren, was wirklich gut ankommt, bevor man Werbemittel in großen Mengen bestellt.

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