Natürlich befasst man sich im operativen Marketing auch mit Werbemitteln. Es muss ja geworben werden, meist im direkten Kontakt zum potenziellen Kunden. Wir haben dazu die Visitenkarten als direktes Werbemittel im vergangenen Beitrag schon beleuchtet. Heute sehen wir uns jene Werbemittel an, die bei Messen und Events zum Einsatz kommen. Denn wir stellen Ihnen die Frage: Mit welchen Mitteln leiten Sie Ihren potenziellen Kunden hin zum Unternehmen?

In Zeiten der Digitalisierung lassen sich auch klassische Werbemittel in den digitalen Raum verschieben. Es kommt dabei aber auf den richtigen Mix an. Im Marketing bezeichnen wir diesen Mix als cross-mediale Kommunikation, als mit online und offline Medien verschränkte Kommunikation. Eine solche lässt sich gleichzeitig nur mit einer ausgefeilten Content Strategie wertschöpfend umsetzen.

Auf den richtigen Mix kommt es an

Das typische Einsatzgebiet der Werbemittel ist die Messe. So werden dort Flyer, Kataloge, Broschüren und auch Visitenkarten verteilt. Leider denken die Unternehmen noch nicht in ausreichendem Maß daran, bei Messen auch digitale Werbemedien zum Einsatz zu bringen, oder die Möglichkeiten von Online Medien mit Printmedien zu verknüpfen.

Print und Online kombinieren

Um Print und Online miteinander zu kombinieren, können gedruckte Werbemittel mit einem QR-Code bedruckt werden, der den Kunden direkt zum Angebot auf der Webseite leitet. Dabei geben sich Print und Online die Hand und ergänzen einander, weil man die Informationen auf die Webseite kostengünstig aktuell halten kann. Im anderen Fall müsste man permanent neue Flyer mit den neuen Informationen drucken, was Zeit und Geld kostet, und immer einen Schritt hinter den Kundenbedürfnissen und Anforderungen im Marketing hinterherhinkt. Außerdem lassen sich die Zugriffe auf die Webseite beim Einsatz des QR-Codes genau nachverfolgen, was eine Erfolgsmessung dieses Werbemittels ermöglicht.

Leider sehe ich noch immer viel zu selten einen Hinweis auf das Socialmedia-Engagement der Firmen, wenn sich diese auf den Messen und Events präsentieren. Wie wäre es also mit einem auffälligen Rollup, der auf die Facebook-Seite hinweist und der mit einem Gewinnspiel verbunden werden kann. So kann man die Besucher dazu ermuntern, an die Facebook-Seite des Unternehmens (es gibt auch einen QR-Code für den FB-Messenger) ihr lustigstes Messevideo zu schicken, um an einer Verlosung teilzunehmen und damit die Bekanntheit und Reichweite des Facebook-Engagements zu erweitern.

Digitale Werbeträger branden

Statt der allseits beliebten Kaffeetasse darf man ruhig über digitale, gebrandete Werbeträger nachdenken. So lassen sich USB-Stick, Power-Bank, aber auch Wireless Kopfhörer und Lautsprecher mit einer Markenbotschaft versehen. Diese Werbemittel zeigen zudem, dass das Unternehmen die Digitalisierung verstanden hat und es sich auf die junge Zielgruppe einzustellen vermag. Weiters finden solche Werbemittel langfristig Verwendung beim potenziellen Kunden, und rufen das Unternehmen dadurch laufend in Erinnerung.

Selbst der althergebrachte Kugelschreiber lässt sich in ein digitales Werbemittel verwandeln. So kann man in den Kugelschreiber einen USB-Stick integrieren. Oder man brandet einmal Stifte fürs Tablet. Wird ein solcher noch mit der Webseiten-Adresse beschriftet, ist man mit einem haptischen Werbemittel in der digitalen Welt des Kunden angekommen.

Werbemittel, die Erlebnisse ermöglichen

Wer auf Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) setzt, sollte diese Maßnahmen aus einer ausgefeilten Content Strategie heraus setzen. Und ja, es handelt sich hier nicht um ein Werbemittel zum Angreifen, sondern eines, das Erlebnisse ermöglicht.

Firmen, bei denen es um Konstruktion bzw. um den Einsatz von Maschinen geht, werden mit dieser Form des virtuellen Werbemittels gut bedient sein. Auch greifen immer öfter Tourismusregionen zur Virtual Reality, um besondere dreidimensionale Erlebnisse dem Kunden auf einer Messe zu ermöglichen.

Wird AR dann noch mit einer App für die Selbstanwendung des Produkts begleitet, lässt sich damit über die Download-Zahlen der App der Erfolg dieses Werbemittels messen. Anmerkung: VR fürs Employer-Branding könnte einen Wettbewerbsvorteil bei der Suche nach Fachkräften bringen.

Content Strategie als Basis

Wie schon beim Thema Virtual Reality und Augmented Reality erwähnt, benötigt ein effizienter und erfolgreicher Einsatz von Werbemitteln die Entwicklung und Umsetzung einer Content Strategie. Im Beitrag zur Visitenkarte sind wir ja auch auf das Thema Content eingegangen. Wir haben dort erklärt, dass alles, was das Unternehmen an Inhalten hervorbringt, auch Content darstellt.

Haben wir also eine Strategie, eine Vereinbarung für ein bestimmtes Verhalten im Marketing, festgelegt, dann binden wir in diese Strategie auch die Werbemittel mit ein. Damit wir wissen, für wen wir welches Werbemittel verwenden, bedarf es der Entwicklung von Personas und einer Kundengruppen spezifischen Customer Journey. Die Symptome zur Notwendigkeit einer Content Strategie fürs Unternehmen zeigen sich in folgenden Sachverhalten.

Symptome zur Notwendigkeit von Strategie

  • Ihr Marketing macht verdächtig viel Arbeit und blockiert den Alltag.
  • Der Vertrieb vermittelt andere Informationen als jene, die auf der Webseite stehen.
  • Auf Socialmedia herrscht blanker Aktionismus ohne Maß und Ziel. Hauptsache, es wird gepostet.
  • Broschüren sind schnell veraltet und müssen in kurzen Abständen aktualisiert werden. Was übrig bleibt, landet im Altpapier.
  • Das Blog ist das große unbekannte Wesen beim Kunden. Nicht einmal die Mitarbeiter wissen, was wann am Blog passiert.
  • Die Webseite verzeichnet nur während der Veranstaltung von Gewinnspielen höhere Zugriffe durch die User.
  • Es steht schon wieder einmal ein Webseiten-Relaunch an. Man weiß aber nicht genau, wie dieser aussehen soll und fordert von der Agentur Vorschläge ein.
  • Die Agenturen, mit denen zusammengearbeitet wird, liefern immer öfter falsch. Sie scheinen einen nicht zu verstehen.
  • Es werden immer neue Kampagnen vom Marketing durchgeführt, die zeit- und kostenaufwändig sind.
  • Auf allen Kanälen stehen die selben Infos, oft sogar mit dem gleichen Text.
  • Die Webseite empfinden Sie als Firmenchef selber als langweiliges Ding und überfrachtet.
  • Im Internet finden sich alte Informationen zu Ihrem Unternehmen, wenn Sie nach diesem googeln.
  • Alles, was man im Web über Sie findet, schreit nach Werbung. Überhaupt sind alle Postings viel zu werblich gestaltet.
  • Die Firmenpräsentation ist dünner als Ihr Pressetext.
  • Die Firmengeschichte ist weitgehend unbekannt, auch bei den eigenen Mitarbeitern.
  • Alle Inhalte im Web drehen sich nur um das Produkt. Informationen zu den Menschen im Unternehmen fehlen teils gänzlich.

Zusammenfassung zur Strategie

Sie werden also um die Entwicklung einer Content Strategie über kurz oder lang nicht herumkommen, wenn Sie sich mit digitalen Werbemitteln beschäftigen. Denn will man zeitgemäß die Kunden erreichen, dann muss man sich über deren Informationsbedarf, über deren Vorlieben und Abneigungen, über deren Medienverhalten mehr Gedanken machen, als man das früher zur Jahrtausendwende tat.

Was man im klassischen Marketing zu Beginn dieses Jahrhunderts als „Streuverlust“ verbuchte, kann sich heute kein Unternehmen mehr leisten. Heute geht es um Budget-Effizienz im Marketing. Und dafür bedarf es der Content Strategie.

Nur mit Content Strategie setzen Sie Ihre Werbemittel wirklich effizient ein.

Mut und Ausprobieren für digitale Werbemittel

Wie überall im Content Marketing, bringen wir den Mut auf, die Werbemittel und Methoden einfach auszuprobieren. Mit dem Vorteil, dass durch den Einsatz digitaler Werbemittel deren Erfolg nun auch wirklich messbar wird. Diese Ergebnisse anhand der Kennzahlen (KPIs) geben darüber Aufschluss, in welche Kanäle mehr investiert werden muss, um den Kunden erfolgreich anzusprechen.

Außerdem gilt, probieren und lernen und probieren und lernen und immer wieder optimieren. Das heißt auch, dem Kunden zuhören, ihn beobachten, was er nachfragt und danach das gesamte Kommunikationsverhalten ausrichten.

Wer sich auf den Weg der Content Strategie machen und auch die Erfolgskontrolle für sein Marketing lernen möchte, für den bieten wir im Herbst zielgenaue Workshops an. Informieren Sie sich hier und melden Sie sich jetzt noch an. Alle Workshops finden in der Kleingruppe statt, was eine begrenzte Teilnehmerzahl auf 6 Personen bedeutet.

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