Die Fridays for Future-Bewegung ruft heute am 15. März 2019 weltweit zur vielleicht größten Demonstration der Schüler*innen für Klimaschutz auf. Anlässlich dieses Termins habe ich eine Woche zuvor die Verantwortung der Marketing-Branche in Sachen Klimawandel beim #coscamp in Graz zur Diskussion gestellt. Hier teile ich mit euch die komplette Präsentation dieser Session.

Bereits 2017 und 2018 veröffentlichte ich zum Thema Klimawandel und welche Verantwortung wir Marketeers dabei übernehmen, zwei Beiträge auf diesem Blog. Mich stört einfach, dass in der eigenen Branche so wenig auf Klimaschutz geachtet wird. Wir promoten Produkte, die nachweislich das Globalwarming fördern. Und wir verdienen sehr gut daran. Auch sind mir keine Auszeichnungen für nachhaltig agierende Marketing-Agenturen bekannt. Zumindest fallen sie in meiner Filterblase nicht auf.

Sind doch bloß Schüler – nicht erwachsen und aufmüpfig?

Mit diesem Input schließe ich mich der Fridays for Future-Bewegung an, bei der heute auch Tausende österreichische Schüler*innen auf die Straße gehen. Manche von ihnen werden mit Konsequenzen wie Geldstrafen oder einem angedrohten Schulplatzverlust leben müssen. Bezüglich der Reputation jener Institutionen, die derartige Drohungen kolportieren, machen diese den eigentlichen Verlust von Meinungsfreiheit und Demokratie öffentlich. Und sie zeigen, dass sich Entscheider gestört und bedroht fühlen. Der Streik damit erste Wirkung zeigt.

Weshalb sollten Schüler nicht während der Schulzeit streiken dürfen? Wenn doch das Wesen des Streiks die Arbeitsniederlegung bedeutet. Auch die Art, wie die Position der streikenden Schüler*innen von politischer Seite kommentiert wird, macht nur allzu deutlich, dass man Jugendliche für nicht voll zurechnungsfähig hält (gleichzeitig lässt man sie ab 16 Jahre wählen, was für ein Paradoxon!). Und ebenso gleichzeitig erwartet man von diesen Jugendlichen, dass sie Integralrechnungen ausführen können, komplexe Sachverhalte in den naturwissenschaftlichen Fächern wie Chemie oder Physik verstehen müssen.

Marketeers, seid selbst aufmüpfig!

Hier im Anschluss findet ihr die Präsentation meiner Session zum Thema Verantwortung der Marketeers in Sachen Klimaschutz und Klimawandel. Denn wir haben es in der Hand, was wir bewerben und welchen Unternehmen wir unsere Dienste anbieten. Auch wir können uns eine nachhaltige Agenda verordnen und diese öffentlich machen.

Hier geht es zur Präsentation am Content Strategie Barcamp an der FH Joanneum Graz, einer Session, die ich mit Heinz Wittenbrink gemeinsam hielt.

Präsentation als Video zur Verantwortung unserer Branche in Sachen Klimaschutz und Global Warming am #coscamp Barcamp Content Strategie, 9.3.2019, FH Joanneum Graz, Session mit Heinz Wittenbrink.

Beitragsbild: Pixabay

 

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