Während dieser Woche lief die Diskussion um die organische Reichweite von Facebook im Hintergrund meiner Socialmedia Profile auf Hochtouren. Meine SONNTAGSGRÜSSE heute sind als kurzes Statement zu diesem Thema verfasst.

Eh klar, jetzt regen sich alle wieder auf, wie böse Facebook agiert, und ja nur aufs Geld der User aus ist. Die organische Reichweite ist in Gefahr, angeblich, verloren zu gehen. Dabei hat Facebook immer schon mit der organischen Reichweite gespielt, sie gedrosselt, um die User zu Werbeanzeigen zu animieren. Meines Erinnerns war das im Herbst 2013 mal der Fall, und im November 2015 und dann wieder mal im Frühling 2016.

Ich sage nur: Recht so! Denn wer sich jetzt darüber aufregt, dass ihm die organische Reichweite der Unternehmensseite auf Facebook abhanden zu kommen droht, der hat bis jetzt nicht verstanden, wie Socialmedia funktioniert. Der hat das Thema im Grunde nicht wirklich ernstgenommen.

 

Jede gute Socialmedia Strategie ist auf die Unternehmensziele und die Strategie, diese zu erreichen, aufgebaut.

 

Und genau darauf kommt es an. Socialmedia soll längerfristig helfen, Unternehmensziele zu erreichen und mit Maßnahmen in den verschiedenen sozialen Medien zu unterstützen. Socialmedia ist dazu da, Teil der Öffentlichkeitsarbeit eines Unternehmens zu sein, die sich unzweifelhaft ebenfalls an den Unternehmenszielen orientiert.

Wer Ziele erreichen will, muss zudem auch zu Investitionen bereit sein. Und das Wichtigste: Bei Marketing Strategien (Socialmedia Marketing zählt hier dazu) handelt es sich immer um längerfristige Strategien. Das ist kein Just-in-Time Business.

Gemein ist nur der Mangel an organischer Reichweite

Unternehmen oder Organisationen, die alle paar Monate ihre Ziele ändern, oder Unternehmensziele mit operativen Zielen verwechseln („wir haben jetzt ein Blog, wir machen jetzt auf Instagram“ ist ein operatives und kein Unternehmensziel!), bringen mit dieser Haltung keine längerfristige Kontinuität im Aufbau ihrer Online Reputation zustande. Unternehmen oder Organisationen, die ihre Ziele und Strategie („ist ja geheim, darf ja keiner wissen, wo wir hinwollen“) nicht ans Marketing kommunizieren, blockieren damit ebenfalls jedes vernünftige Socialmedia Engagement.

Es ist also nicht Facebook der böse Bub, wenn es organische Reichweite drosselt, sondern der Mangel an Unternehmenszielen, der Mangel, eine Strategie zu entwickeln und diese längerfristig zu verfolgen. Der Mangel an Bereitschaft, für die Erreichung der Ziele im Socialmedia Marketing Geld in die Hand zu nehmen. Das spricht jetzt in Wahrheit aus den Aufregern rund um die Androhung gedrosselter organischer Reichweite von Facebook. Und diese Mangelerscheinungen haben etwas mit einem eklatanten Mangel an Managementkompetenzen auf Entscheidungsebene zu tun.

 

In Wahrheit wird jetzt der Mangel an Management-Kompetenzen sichtbar. Und das ist gemein! Da darf man schon mal beleidigt drauf reagieren. ;)

 

Ich jedenfalls bin neugierig, was bei der kommenden OMX, der Leitkonferenz für Online Marketing, am 16. November dazu gesagt werden wird. Wünsche euch eine schöne Woche!

Zur Bedeutung von Strategie findet ihr hier auf dieser Seite folgenden Artikel. Denn an den in diesem Artikel beschriebenen Marketingzielen können sich auch Unternehmensziele orientieren.

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