Planung, Konzeption, Strategie entwickeln, konzipieren, Pläne erstellen

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Corona treibt ja spannende Blüten. Was vor zwei Monaten noch unwirsch vom Tisch gewischt wurde, ist heute Alltag. Vor allem im Handel zeichnet sich eine Entwicklung deutlich ab: Man will so schnell wie möglich seine Waren ins Netz bringen und online verkaufen. Das Internet ist voll solcher Meldungen. Allein die rechtlichen Rahmenbedingungen werden kaum diskutiert. Auf dieses Thema machte mich unlängst aber ein Kollege von Austro Digital aufmerksam.

Fehlende Planung – technisch und rechtlich

Dass dieser Schritt hin zum eigenen Online-Shop einer umfassenden Planung und Vorbereitung bedarf, wird dabei von solchen Newcomern im Online Handel vergessen. Da gibt es plötzlich Produkte, die man online bestellen kann, denen der gesetzliche Rahmen fehlt.

Die korrekte Bezeichnung für diese gesetzliche Regelung lautet: Fern- und Auswärtsgeschäfte Gesetz, kurz FAGG. Dieses regelt die Geschäftsbeziehungen im Online Handel, unter Berücksichtigung einiger Ausnahmen wie soziale Dienstleistungen, Lebensmittelhandel, Finanzdienstleistungen oder Pauschalreisen. Doch auch hier bestehen Ausnahmen, die unbedingt berücksichtigt und entsprechend ausgewiesen werden müssen.

Wird nämlich ein Online-Shop eingerichtet sieht das FAGG eine diesbezügliche Informationspflicht nicht nur im Impressum der Shopwebseite vor. Sie müssen dann gemäß FAGG ihre Websitebesucher informieren. Da die Haftung beim Webseitenbetreiber, also beim Unternehmen, liegt, weisen manche Agenturen gar nicht auf diese Informationspflicht hin. Stellt diese doch eine Agenda des Unternehmens dar und hat, oberflächlich betrachtet, nichts mit der Programmierung eines Webshops zu tun.

Was ist in dieser Informationspflicht des FAGG enthalten?

Auf jeden Fall müssen Sie der allgemeinen Informationspflicht nachkommen, die das Zustandekommen des Vertragsabschlusses regelt. Die Wirtschaftskammer Österreich hat dazu eine Zusammenfassung erstellt, nach der Sie für die eigene Informationspflicht nachkommen können. Sie finden diese unter dem folgenden Link.

Diese Informationen müssen Sie VOR Abgabe der Vertragserklärung dem Verbraucher zukommen lassen. Deswegen bedarf es ja auch einer professionellen Planung eines Online Shops, der sich eben nicht einfach so mit ein paar Klicks einrichten lässt. An welcher Position diese Informationen für den Verbraucher bereitgestellt werden müssen, regelt ebenfalls das FAGG.

Rücktrittsrecht und Widerrufsbelehrung

Zu diesem Kontext zählt auch die Widerrufsbelehrung zum Rücktrittsrecht des Kunden. Wird eine solche dem Online-Shop Nutzer nicht zur Verfügung gestellt, wird darüber also nicht korrekt informiert, verlängert sich das bestehende Rücktrittsrecht von üblich bekannten 14 Kalendertagen um 12 Monate.

Was bedeutet das im Schadensfall? Der Kunde kann Ihr Produkt ein Jahr lang nützen, ihm einen Wertverlust zufügen, und es trotzdem dann zurückgeben, ohne einen Cent dafür zu bezahlen. In einem solchen Fall müssen Sie dem Kunden den vollen Kaufpreis zurückerstatten. Egal in welchem Zustand sich die Ware nach einem Jahr befindet. G’schmackig, oder?

Wo muss informiert werden?

Neben den Informationen im Impressum müssen die wesentlichen Infos zur Ware in der Nähe des Angebotes platziert werden. Hinweise zu Gewährleistung, Rücktritt und Beschwerdeverfahren gehören eigentlich in die AGB. Eine Verpflichtung, die AGB auch auf der Webseite oder im Webshop zu verwenden, besteht allerdings nicht.

Zusätzlich sind bestimmte Formulierungen für den Bestell-Button Pflicht. Es ist nämlich nicht egal, ob auf diesem „Kaufen“ oder „Bestellung“ steht. Zwei juristisch unterschiedliche Bedeutungen, die rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können.

Fazit

Falls Sie sich für einen Webshop oder eine E-Commerce-Lösung Ihres Business interessieren, gehen Sie die Sache professionell an. Planen Sie dieses Projekt mit Spezialisten und lassen Sie die Finger vom Selbermachen mit einem Baukastensystem. Was sich anfangs als unkompliziert darstellt, könnte nämlich später zur rechtlichen Falle werden.

Dem Online-Shop geht immer eine Konzeptionsphase voraus, die nicht nur das Angebot im Web umfasst, sondern auch sämtliche Geschäftsprozesse des Kunden, die durch diesen Shop anfallen. Auch kann sich ein Online-Shop auf die Warenwirtschaft des Betriebs auswirken, was zu Beginn bei der Konzeption eines solchen ebenfalls berücksichtigt werden muss.

Zudem wird ein auf e-Commerce spezialisierter Berater oder eine Agentur Ihnen zu der für Ihren Bedarf passenden Webshop-Lösung raten. Es muss nämlich nicht immer der selbst programmierte Webshop sein. Es gibt schon zahlreiche Miet-Systeme, derer man sich als kleiner Betrieb bedienen kann. Und genau das ist bei der Konzepterstellung für Ihr e-Commerce schon zu Beginn einzuplanen.

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Ich helfe vielen Gründern bei Marketingfragen. Dabei fällt auf: die wenigsten unter ihnen haben ein Marketingbudget in ihrem Businessplan stehen. Auch fehlt es meist an einem Marketingplan selbst, weil dieser nur rudimentär erstellt wird.

Rudimentär bedeutet: wir haben einen Flyer, Visitenkarten und eine Webseite. Wie das Ganze dann zu einer Marketing-Symphonie konzertiert wird, entzieht sich der Kenntnis vieler Gründer.

Meine provokante These dazu: der große Teil der Gründerszene ist viel zu Produkt verliebt, trägt ihr Portfolio als Bauchladen einer Eier legenden Wollmilchsau vor sich her und kennt den Kunden nicht.

Was ebenfalls unbekannt scheint, das ist das WARUM ihrer Selbständigkeit. Damit fehlt eine starke Motivation, die Sache anzugehen, hinter der sich die Positionierung der Marke befindet. Auch höre oft: „Mein Warum ist, dass ich keinen Job mehr finde, weil zu alt!“ Kann diese Aussage wirklich genügen, ein nachhaltiges, übergabefähiges Unternehmen aufzubauen? Oder hat man einfach nur den Sozialversicherer gewechselt?

Unter solchen Rahmenbedingungen – wir lernen in Österreich auch kein unternehmerisches Handeln in der Schule, es fehlt uns der Entrepreneur-Spirit – startet es sich mühsam und mehr schlecht als recht. Der Biss für die Vision und das Ziel zu arbeiten, fehlt. Das WARUM ist den Inhabern unbekannt und damit auch die Story, die sie ihren Kunden erzählen können, um diese an die Marke zu binden. Und um sich selbst ausreichend zu motivieren, ein Unternehmerleben zu führen. So fehlt also auch ein Marketingplan und ein Marketingbudget, weil der Biss für die Firma nicht vorhanden ist.

In diesem Sinn: Prüfen Sie ihr Warum, bevor Sie Marketingmaßnahmen tätigen. Und berechnen Sie Ihr Marketingbudget mit 10 Prozent ihres Jahresumsatzes. Wenn Sie gerade starten, ist die Berechnungsgrundlage die Planrechnung, also das anvisierte Umsatzziel.

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An anderer Stelle erwähnte ich bereits, dass Corona auch Nachwirkungen hinsichtlich der Geschäftsmodelle zeigen wird. Und so überdenken nun auch die aktuell sich in Gründung befindlichen Unternehmensinhaber*innen ihr Vorhaben. In der Gründungsberatung tauchen dazu drei wesentliche Fragen auf.

  1. Wie soll ich jetzt weitermachen? Ich habe gerade mein Unternehmen gegründet.

    In einer solchen Situation rate ich meinen Klienten zur Ruhe. Panikartiger Aktionismus ist fehl am Platz. Vielmehr sollten Sie alle finanziellen Optionen prüfen, und die nächsten Schritte auch mit Ihrer Gründungsberatung besprechen. Ein solcher nächster Schritt kann auch die Inanspruchnahme eines verbliebenen AMS-Bezuges bedeuten. Auf einen solchen haben viele Gründer*innen Anspruch, da vor der Gründung ein Angestelltenverhältnis gegeben war. Somit wäre die finanzielle Absicherung gegeben und man kann sich aufs Marketing konzentrieren. Auf jeden Fall sollte nun besonders aktiv die Bekanntheit der eigenen Marke weiter aufgebaut werden. Und das lässt sich mit Online Medien und einem Marketingplan, der auf Awareness und Imageaufbau sowie die Pflege bereits bestehender Kontakte zielt, auch in Zeiten der Krise umsetzen.

  2. Was bringt es mir, jetzt in Zeiten der Krise, Marketing zu machen?

    Marketing als solches wird oft mit Produktwerbung verwechselt. Dabei ist das Marketing ein strategisches Instrument zur Erreichung der unternehmerischen Ziele. Damit können und sollten Sie gerade in Krisenzeiten auf Marketing setzen. Hierbei gilt es, den Fokus auf Kundenbindung, Vertrauensaufbau, Reichweite, Bekanntheit und einen aktiven Dialog mit Kunden, Interessenten, Geschäftspartnern etc. zu lenken.

  3. Wie lange wird die Krise dauern und werde ich diese überhaupt meistern?

    Krisen gibt es in jedem Unternehmerleben. Der Abschwung gehört genauso dazu wie eine Unternehmung auf Kurs und zum Erfolg zu bringen. Wie mit Krisen umgegangen wird, hängt von der eigenen Persönlichkeit ab. Widmen Sie sich in der Krise auch Ihrer Persönlichkeitsentfaltung. Gründer*innen des UGP (Unternehmergründungsprogramm) können dafür auf eigene Supervisionsstunden zurückgreifen. Nützen Sie dieses Angebot und/oder organisieren Sie sich einen Unternehmercoach, mit dem Sie an sich selbst arbeiten können. Unternehmersein ist ja schließlich eine Sache der Einstellung, der Lebenshaltung und der persönlichen Reife.

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Für manche Betriebe geht es jetzt ums Überleben. Wenn die Mitarbeiter in Quarantäne sind, Geschäftsreisen nicht mehr durchgeführt werden können, und Publikumsmessen – ein wichtiges Akquise-Tool für den Mittelstand – abgesagt werden. Dann geht schnell nichts mehr. In weiterer Folge kann die Existenz des Unternehmens auf dem Spiel stehen.

Die Plattform Online Manager.de veröffentlichte eine Maßnahmenliste für Unternehmen in Zeiten von Corona. Maßnahmen sind: das Vertriebsbudget verschieben, Live-Events in Webinare zu verwandeln, Homeoffice, Kurzarbeit, Meetings digitalisieren und Geschäftsbeziehungen digital aufbauen. Dafür sollte man jedoch schon über ein starkes digitales Netzwerk verfügen. Wer den Aufbau eines solchen bis jetzt vernachlässigt hat, wird sich nun schwerer tun, Umsatz- und Kundenausfälle durch den Einsatz digitaler Kanäle auszugleichen.

Apropos Webinar und digitale Konferenzen. Die Google Konferenzsoftware GSuite stellt Google allen Unternehmen und Schulen bis Juli 2020 kostenfrei zur Verfügung.

Fakt bleibt: Ohne Strategie geht’s halt nur schwer.

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Die Faustregel bei der Produktentwicklung lautet:

  • Zuerst musst du das Problem des Kunden kennen, das ihm wirklich weh tut. Das ist das vom Kunden am brennendsten empfundene Problem. Dieses existiert zu einem Drittel auf der fachlich-logischen Ebene und zu zwei Dritteln auf der sozialen und emotionalen Ebene.
  • Danach erst überlegst du dir, ob du dieses Problem beim Kunden unter Einbeziehen deiner Stärken und Qualifikationen lösen kannst. Wenn du eine Lösung hast, ist diese dein Angebot, dein Produkt.
  • Und erst im dritten Schritt analysiert man diesen Kunden mit seinem brennenden Problem hinsichtlich seiner Eigenschaften als Zielgruppe und Kunden-Persona, inklusive Zielmarkt und Marktpotenzial.
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Ich berate auch spätberufene Gründer. Bei ihnen fällt mir auf, dass sie den Businessplan oft sträflich vernachlässigen. Kein Wunder, hat man zwar viele Jahre Erfahrung in seinem Fach gesammelt, eine kaufmännisch orientierte Ausbildung in der Jugend ist dann aber schon Jahrzehnte vorbei. Manchen fehlt eine solche, weil sie nie am Stundenplan ihrer Ausbildungslaufbahn stand, weil sie an einem Gymnasium maturierten oder sie nie Bestandteil der Lehrausbildung war. So gründet man dann allein aufs Produkt fokussiert, und vergisst dabei aufs Kaufmännische.

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Viele gute Produkte verlaufen im Sand, weil ihnen eine Content Strategie fehlt. Was für das Große, das gesamte Unternehmen, gilt, das lässt sich aber auch auf einzelne Produktsegmente übertragen. Zielsetzung, Zielgruppe, Customer Journey und Positionierung innerhalb der Marke – das gilt auch fürs einzelne Produkt.

Strategische Lücken erzeugen negatives Vertriebsergebnis

Leider passieren hier Fehler. Am Ende des Ablaufprozesses der Produkteinführung steht nämlich der Vertrieb und das Geschäftsergebnis. Fehlt die Content Strategie fürs Produktsegment, wird sich der Vertrieb damit sehr schwer tun. Und meist hat man auch noch das Produkt am Kundenbedarf vorbei entwickelt.

1 - Content Strategie auch für ein Produktsegment entwickeln

Auch für einzelne Produktsegmente kann ein Kontext-Audit, ein Distributions-Audit, ein Management-Audi erstellt werden. Die durch die Audits sichtbar gewordenen Maßnahmen lassen eine bestimmte Verhaltensweise des Unternehmens zu seinem Produktsegment erkennen. Diese vermittelt im besten Fall die zentralen Werte und den Markenkern des Unternehmens als solches.

In der Praxis sieht das so aus:

>> alle Inhalte, die über das Produkt und die Menschen, die dieses erbringen, informieren, werden erfasst (Content Inventar, Technik-, Knowhow-, Human-Ressourcen, Ablaufprozesse, inkl. Stakeholder- und Risiko-Analyse)

>> die Distribution der Inhalte und das Vertriebsbudget wird zielgruppengerecht geplant

>> Management, Optimierung der Maßnahmen mit Kennzahlen (KPI) wird erstellt und umgesetzt

Ordnung ist die Mutter aller Dinge

Ein professionelles Content Management beschäftigt sich auch mit dem Content für Produkte und Produktsegmente. Das bedeutet einen hohen Ordnungsgrad aller informativen Maßnahmen im Unternehmen zu erzeugen. Starke Strukturen zu schaffen, die in wiederholbare Marketing- und Vertriebsprozesse führen. Und das alles langfristig ausgelegt.

Fehlt diese Struktur für Content, fehlt infolge auch ein Vertriebskonzept, ein Marketingplan, ein redaktionelles Konzept zur Bewerbung des Produktes. Eigentlich fehlt es an allen Touchpoints im Vertriebsprozess. Der Funnel von Awareness, Consideration, Sales und After Sales kann niemals aufgemacht werden. Und die mit dem Vertrieb dieses Produktes betrauten Mitarbeiter werden schlichtweg verzweifeln.

Am Ende des Tages stellen Sie fest: „Das Produkt verkauft sich nicht. Wir nehmen es aus dem Angebot!“

Angelika Wohofsky, Content-Strategin

Kostspieliger Aktionismus statt Konzept

Alle Maßnahmen, die für den Vertrieb aus fehlendem Konzept heraus gesetzt werden, stellen dann nur Einzelaktionen dar. Aktionismus pur.

Diese Vertriebsmaßnahmen sind auch nicht imstande, weder den Markenkern des Unternehmens noch die für den Kunden wichtigen Informationen zum Produkt kontinuierlich zu vermitteln. Es fehlt dann plötzlich ein Folder hier, eine Landingpage dort, Online Werbung zum vielleicht passenden Zeitpunkt. Die Reaktion der Mitarbeiter: Wir basteln schnell ein Infoblatt und schießen das durch den Drucker. Die Marketingverantwortliche soll schnell eine Anzeige schalten.

Der Vertrauensaufbau bei der Zielgruppe wird so unmöglich gemacht. Das Produkt kommt als „lästiges Anhängsel“ daher und macht einen aus dem Zusammenhang gerissenen Eindruck. Da kann dann eine ordentlich entwickelte Marke auch nichts mehr daran ändern.

Wollen Sie das? Oder wollen Sie ein neues Produkt erfolgreich verkaufen? Sie entscheiden! WOHOFSKY MARKETING begleitet gerne Ihre Produkteinführung mit einem strategischen Content Management.

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In Österreich wird aktuell auf e-Zustellung von Behördenpost umgestellt. Davon betroffen sind alle selbständig Erwerbstätigen. Spätestens jetzt fällt vielen Unternehmern ihr Mangel, die unternehmerischen Aufgabenbereiche wahrzunehmen, in den Rücken.

Der klassische Unternehmer steckt meist in Facharbeiten des Tagesgeschäftes fest. So fehlt der Blick für Strategie, für Umsetzung und Kontrolle. Bei jedem zweiten Betrieb kommt noch dazu, dass man sich von der Digitalisierung auch nicht betroffen fühlt.

Was löst das aus? Der Unternehmer blendet alle Informationen zur Digitalisierung einfach aus. Sie passen ja auch nicht in die Filterblase des Inhabers, weil in dieser kein Platz für Digitales Business ist. So fehlt es an Kontoeröffnungen im Unternehmerserviceportal. Die wenigsten Unternehmer wissen, dass sie ein solches Konto selbst eröffnen müssen, weil es mit der Handy-Signatur allein noch nicht getan ist.

USP-Postbox läuft

Heute erhielt ich meine erste e-Zustellung von einer Behörde. Leider lese ich darin, dass mir 48 Stunden zum Abrufen dieser Nachricht bleiben. Würde ich nicht abrufen, und auch nichts von der Zustellung wissen, gilt diese Nachricht trotzdem als „zugestellt“. Die Verständigung weist aber auch drauf hin, dass dieses zugestellte Dokument nur bis zum 20. Februar (10-Tage Frist) verfügbar ist. Dann ist diese weg.

Ich frage mich ernsthaft, wer das Content Management zur e-Zustellung zu verantworten hat. Denn in meinem Umfeld kenne ich keinen einzigen Unternehmer, der seine Postbox zur e-Zustellung bereits eingerichtet hat. Und was passiert mit den vielen älteren Unternehmern, unter denen sich auch zahlreiche Technologie-Verweigerer befinden. Die müssten jetzt nämlich der e-Zustellung schriftlich widersprechen und diesen Widerspruch beim Unternehmerserviceportal einbringen, welches sie aber nicht kennen, da neu. So ist auch die Webadresse zu diesem Portal unbekannt. Man findet es unter usp.gv.at.

Mehr zum USP-Konto und der e-Zustellung gibt es hier zu lesen.

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Angesichts des vielen Rots und Grüns in Firmenlogos und auf Webseiten wundere ich mich, wo denn die Marketingverantwortlichen bei der Entwicklung solcher Logos und Webseiten hingeschaut haben. Sind doch rund 10 Prozent der Männer und nur 0,5 Prozent aller Frauen vom Gendefekt der Rot-Grün-Schwäche betroffen.

Fest steht, die Welt der von dieser Sehschwäche Betroffenen sieht definitiv anders aus. Grauer, matter, mit weniger Kontrast, wenn sie Rot, Grün oder sogar Orange und Braun anschauen müssen.

Zwar lässt sich die Farbblindheit, wie sie landläufig bezeichnet wird, mit einer Brille korrigieren. Fakt bleibt jedoch: Bei der Logo-Entwicklung und im Webdesign sollte man schon Rücksicht auf mehr als 10 Prozent der Bevölkerung nehmen.

webseite wohofsky rot defizit - Ist Ihr Webdesign fit für Farbfehlsichtigkeit?

Hier sehen Sie, wie meine Webseite bei einer Rot-Fehlsichtigkeit wahrgenommen wird.

Die Kontraste bleiben erhalten. Alle Elemente sind gut sichtbar.

webseite wohofsky grün dezfit - Ist Ihr Webdesign fit für Farbfehlsichtigkeit?

Ähnlich verhält es sich bei Grün-Defizit der Sehleistung. Auch hier bleiben alle Kontraste erhalten und die Webseite ist gut lesbar.

webseite wohofsky blau defizit - Ist Ihr Webdesign fit für Farbfehlsichtigkeit?

Selbst bei einer Fehlsichtigkeit mit Blau-Defizit ändert sich nichts an der Darstellung der Webseite. Alle Elemente bleiben gut lesbar. Das Blau und Gelb wandelt sich nur in ein dunkles Petrolgrün und zartes Rosa.

Würden Sie auf diese Fehlsichtigkeit keine Rücksicht nehmen, würden Farbfehlsichtige Ihre Firma und auch Ihre Webseite völlig anders wahrnehmen. Enormes Problem dabei: Wenn bei wichtigen Grafiken und tabellarische Darstellungen auf die Farbfehlsichtigkeit nicht Rücksicht genommen wird, sodass die Grafiken oder Tabellen einfach nicht mehr lesbar sind. Schließlich stellt Barrierefreiheit heute ein Qualitätskriterium bei Webseiten dar.

Unter diesem Link können Sie Ihre Webseite testen, wie diese für die einzelnen Farbfehlsichtigkeiten dargestellt wird. Geben Sie oben die URL Ihrer Webseite ein und wählen Sie rechts daneben die entsprechende Fehlsichtigkeit (Rot, Grün, Blau oder alle Farbfehler). Und dann – rupfen Sie Ihren Webdesigner!

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