Krisen sind wundervoll
Ich erlebe es immer wieder, dass Studierende von ihren aktuellen Lebensumständen berichten, nur um Gründe anzuführen, weshalb ihre akademische Leistung im Moment nicht die gerade die Beste war.
Nun ja, Krisen und schwierige Umstände sind etwas völlig Normales. Sie platzen ins Leben, wie das Amen im Gebet. Das Leben selbst ist schon ein ewiges Auf und Ab, bis – ja bis zum Ende, wenn es heißt „Ruhe in Frieden“.
Gut, dass man bei Krisen Einsicht zeigt und erkennt, welche Umstände das Leistungsvermögen mindern. Bleibt es bei der Einsicht, ist’s okay. Dann findet Entwicklung statt. Wird die Einsicht als Ausrede oder Rechtfertigung vorgeschoben, bleibt eine solche aus. Und man merkt nicht einmal, was man der Dozentin für Kommunikation schreibt, obgleich man kurz zuvor die Modulaufgabe zu den Nachrichtenebenen nach Schulz von Thun „versemmelt“ hat. Zu Recht?
Vielleicht sollte ich diesen Studierenden ein Buch empfehlen? „Gönnen Sie sich eine Krise“ von Teresa Adler könnte der Hebel zur Selbsterkenntnis sein. Denn Krisen wollen nur wachrütteln. Sie rufen dich dazu auf, die Perspektive, die Haltung zu einem Umstand oder das gegenwärtige Verhalten zu ändern, oder zumindest darüber zu reflektieren.
Solange man sich ungerecht bewertet fühlt, lernt man nichts draus. Viel lieber sollte man sich fragen, was die Krise einem sagen will. Dieser Rat gilt für Sie, liebe Lesende, und selbstverständlich auch für mich.
Viel Spaß mit der Lektüre und bei der Selbstreflexion!


Pixabay
Wohofsky, überarbeitet mit GPT
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