Studierende mit wenig akademischer Handlungskompetenz

Solange auf Ziel studiert wird, solange wird es keine echte Entwicklung der individuellen Handlungskompetenzen geben. Auf Ziel zu studieren, bedeutet, sich durch den Studienplan zu klicken, einem Roboter ähnlich eine Aufgabe nach der andern abzuarbeiten, und alles Lästige dazwischen an die KI zu delegieren. Motto: Schreibe mir eine Gliederung für eine wissenschaftliche Fallaufgabe, Projektarbeit, Masterthesis etc..

Glauben Sie wirklich, dass diese Art des Lernens innovative, kreative und fest auf fachlichem Fundament stehende Absolventen hervorbringt? Ich glaube das schon lange nicht mehr, denn die Realität lehrt mich eines Besseren.

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Gravierende Mängel in Sprachkompetenz

Es ist zum Haareraufen, was als wissenschaftliche Textarbeit geliefert wird. Einer von vier Texten geht höchstens als besserer Schulaufsatz durch, reicht jedoch nicht über den Pflichtschulabschluss hinsichtlich des Sprach-, Lese- und Textverständnisses hinaus.

Die Absenkung der Zugangsbestimmungen für ein Studium ziehen einen ganzen Rattenschwanz an mangelnder Sprachkompetenz nach sich. Denn in der Regel ist den Schreibenden nicht bewusst, ob sie sich beschreibend, erklärend oder vermutend und deutend ausdrücken.

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Warum man wissenschaftliches Arbeiten nicht aus Büchern oder Skripten lernen kann

Raten Sie mal, was Kompetenzorientierung im Unterricht bedeutet? Richtig, Lernende sollen an und mit der Praxis lernen, Probleme zu lösen und Situationen zielführend zu beurteilen. Das schließt ein alleiniges Lernen aus Büchern oder Skripten aus.

Wer nur aus Büchern lernt, der erwirbt nur Fachkompetenz. Die bleibt dann meistens in der Theorie (im Kopf) stecken. Ein Transfer des Erlernten in die eigene Praxis findet dadurch nicht statt.

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Was machen die Deutschlehrer eigentlich?

Als aktives Mitglied bei PARWIN/WISAR zerbreche ich mir mit meinen Kolleginnen und Kollegen den Kopf, wie man wissenschaftliches Arbeiten vermitteln kann. Nicht nur Studierende stellt dieses Fach vor massive Herausforderungen, auch bei Hochschullehrenden entdecke ich massive Mängel dazu.

Warum ist das so, dass sich kaum jemand wirklich mit den wissenschaftlichen Arbeitstechniken auskennt? Und dass sich die meisten Hochschulen nicht drum kümmern, dass dieses Handwerkszeug anschaulich vermittelt wird, weil die hochschulische Bildung eine gute akademische Praxis verlangt?

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